Boostedt : Erstaufnahme soll auf lange Sicht bleiben

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Bürgermeister stellte Landespläne vor: Regulär soll Platz für 1200 Asylsuchende sein.

shz.de von
25. Mai 2018, 07:09 Uhr

Nun also doch: Die Erstaufnahmeeinrichtung in Boostedt soll nach Wunsch des Landes in vergrößertem Umfang und auf unbestimmte Zeit bestehen bleiben. Demnach will das Land in der ehemaligen Rantzau-Kaserne regulär 1200 Asylsuchende und Geduldete ohne zeitliche Deckelung unterbringen.

Das teilte Bürgermeister Hartmut König gestern Abend während der Gemeindevertretersitzung in seinem Bericht mit.

Er kommentierte: „Ich finde, das sind für eine kleine Gemeinde wie Boostedt eindeutig zu viele Menschen. 500 Menschen sind angemessen und damit haben wir auch gute Erfahrungen. Aber es gibt zunehmend Probleme mit Alkohol und rüpelhaftem Verhalten. Außerdem ist dann die Konversion auch gefährdet, der Investor könnte einen Rückzieher machen.“
 Im Februar 2015 wurde eine Unterbringung von maximal 500 Menschen auf fünf Jahre befristet. Im März hieß es bereits auf Anfrage aus dem Innenministerium: „Der Vertrag zwischen dem Land und dem Bund sieht bis zum Herbst 2019 die Nutzung der Kaserne als Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge vor. Danach strebt das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration eine Weiternutzung im bisherigen Umfang an.“

„Grundsätzlich sehe ich es als menschliche Pflicht, schutzsuchenden Menschen zu helfen, aber in einem zur Gemeinde passenden Umfang“, sagt König.

Das Land ersucht die Gemeinde um Zustimmung, sie wird innerhalb der nächsten zwei Monate darüber beschließen müssen.


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