Fußball im Altkreis Neumünster : Erst im Glück, dann im Pech: Philip Behm laboriert an einem Schlüsselbeinbruch

Mit dem SV Wasbek gut in die Saison gekommen, ehe er sich einen Schlüsselbeinbruch zuzog: Philip Behm (rechts), hier im Duell mit Timo Schacht (SV Boostedt).
Mit dem SV Wasbek gut in die Saison gekommen, ehe er sich einen Schlüsselbeinbruch zuzog: Philip Behm (rechts), hier im Duell mit Timo Schacht (SV Boostedt).

Der Siegtorschütze des Verbandsligaaufsteigers SV Wasbek in Kellinghusen fällt einige Wochen aus.

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24. September 2020, 14:17 Uhr

Mit einem Ausrufezeichen ist Fußball-Verbandsligist SV Wasbek in die Saison gestartet. Der von vielen als klarer Abstiegskandidat gehandelte Neuling gewann beim VfL Kellinghusen mit 2:1. Den Siegtreffer erzielte der erst 19-jährige Philip Behm in der Schlussphase.

Nur zwei Minuten später musste der Torschütze das Feld verletzungsbedingt verlassen. Mit dem Rettungswagen ging es ins Krankenhaus. Behm gab nun aber Entwarnung.

In der Saison 2018/19 war der gebürtige Neumünsteraner mit 22 Treffern bester Torschütze der A-Jugend-Kreisliga. In seiner ersten Spielzeit im Seniorenbereich, die auf Grund der Corona-Pandemie abgebrochen wurde, kam Behm in neun Spielen zu zwei Treffern.

Vor dem Spiel bei der SpVgg Holstein-West am Sonntag um 15 Uhr in Wesseln unterhielt sich Courier-Mitarbeiter Simon Kortum mit dem Talent, das in Kiel Sport und Politik studiert.

Das Wichtigste zuerst: Wie geht es Ihnen? Was genau ist in Kellinghusen passiert?

Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Ich bin in einem Zweikampf auf die Schulter gefallen und habe mir das Schlüsselbein gebrochen. Zum Glück ist keine OP notwendig. Allerdings werde ich eine Pause von vier bis sechs Wochen brauchen, um wieder richtig belastbar zu sein.

Was ist Ihnen nach der Torerzielung und kurz darauf nach der Verletzung durch den Kopf gegangen?

Nach dem längst überfälligen Tor zur Führung kamen in mir pure Freude und Erleichterung auf. Die ganze Mannschaft hatte sich durch ihren Einsatz den Sieg sehr verdient. Die Verletzung milderte die Freude nicht wirklich. Ich hoffe nur, dass ich schnellstmöglich wieder fit werde.

Mit einem 2:1-Sieg ist Wasbek ein super Start in die Saison geglückt. Was war der Schlüssel zum Erfolg?

Die Moral ist unglaublich stark. Wir haben bewiesen, dass wir nach einem Rückstand unser Spiel weiter durchziehen und uns Chancen erarbeiten. Wir finden eine gute Mischung aus Kampf und Kombinationsfußball.

Viele sehen Wasbek als klaren Abstiegskandidaten ...

Wir schauen von Spiel zu Spiel und versuchen immer wieder unsere Bestleistung abzurufen. Welcher Platz in der Tabelle am Ende dabei herauskommt, werden wir sehen.

In der Mannschaft befinden sich überwiegend sehr junge Spieler. Glauben Sie, dass in einigen Partien die Erfahrung fehlen könnte?

Wo andere vielleicht mehr Erfahrung mitbringen, haben wir mehr Spritzigkeit. Wir müssen einfach clever sein und unsere Stärken ausspielen.

Ihr Trainer Mariusz Zmijak ist ebenfalls sehr jung. Wie beurteilen Sie seine Arbeit?

Mariusz ist schon jetzt ein großartiger Coach, und ich habe großes Vertrauen in ihn. Er ist für mich Trainer und Freund zugleich. Er muss natürlich auch noch seine Erfahrungen sammeln. Man merkt aber sehr deutlich, dass er mit ganzem Herzen dabei ist und jeden Tag an sich arbeitet.

Wie sieht Ihr persönliches Saisonziel aus?

Ich versuche mich stetig zu verbessern und trainiere hart. Ich will einfach mein Bestes zur Mannschaftsleistung dazugeben und hoffe, dass ich an meine Leistungen aus der Zeit in der A-Jugend anknüpfen kann. Natürlich versuche ich dabei so viele Scorerpunkte wie möglich zu sammeln.

Am Sonntag steht das nächste Auswärtsspiel beim Mitaufsteiger SpVgg Holstein-West 19 an. Glauben Sie an den nächsten Sieg?

Wenn wir wieder so eine geschlossene Teamleistung abrufen, sehe ich der Partie sehr positiv entgegen. Unsere Jungs sind unglaublich heiß, und wir wollen beweisen, dass wir zu Recht aufgestiegen sind.

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