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Butspende : Erst Blut spenden, dann Tannenbaum schmücken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Weihnachtsstress? Egal – Beim Deutschen Roten Kreuz war gestern ganz turnusmäßig Blutspendetag

shz.de von
erstellt am 24.Dez.2016 | 10:00 Uhr

Neumünster | „Blutspende, das ist meine Ruhe vor dem Sturm. Die Weihnachtsvorbereitungen beginnen erst am Abend“, sagte Michael Kohlmann (43) aus Faldera und reihte sich geduldig in die Warteschlange der Spender an der Anmeldung ein. Beim Deutschen Roten Kreuz war gestern ganz turnusmäßig Blutspendetag, und der war mit 75 Teilnehmern sogar überdurchschnittlich gut besucht. Üblich sind sonst rund 60 Spender.

„Der 23. Dezember ist für mich ein ganz normaler Tag. Ich würde auch Heiligabend spenden“, sagte Gerhard Clausen (55). Der Ricklinger hat seinen festen Rhythmus und legt sich alle zwei Monate auf die Liege. Öfter geht es auch nicht. „Männer dürfen sechs Mal im Jahr einen halben Liter spenden und das höchstens bis zum 72. Lebensjahr“, erläuterte Sabine Krebs. Für sie war es gestern der erste Blutspendetermin als Nachfolgerin von DRK-Legende Lieselotte Martens.

Eine Premiere war der Tag auch für Lia Boxberger (17) und Tabea Wulff (19). Die Vorsitzende des Jugendrotkreuzes und ihre Stellvertreterin unterstützten erstmals bei der Betreuung der Spender. Im kommenden Jahr wollen sie den Nachwuchs in die ehrenamtliche Unterstützung des Blutspendedienstes einbinden.

Dessen Arbeit ist im Dezember besonders wichtig. „Das ist ein Engpass-Monat. Auch über die Osterfeiertage und in den Sommerferien wird es immer knapp“, sagte Schwester Irmtraut Voß vom Blutspendedienst Nordost. Der ist für die DRK-Kreisverbände in Schleswig-Holstein und von großen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns zuständig. Knapp werden über die Feiertage vor allem Thrombozyten. „Sie werden in der Krebstherapie benötigt und sind nur vier Tage haltbar“, sagte Schwester Irmtraut.

„Gerade zu Weihnachten passieren Unfälle. Dann ist es gut zu wissen, dass genug Spenderblut da ist“, sagte Kai-Uwe Schulz (44). Der Hausmeister im Bad am Stadtwald spendet seit seiner Bundeswehrzeit 1990 und wurde von seinen Töchtern Thea (8) und Käthe (10) begleitet. „Wir kommen immer mit“, sagte Thea stolz. Ob sie später auch einmal spenden wird, weiß sie aber noch nicht. Kai-Uwe Schulz: „Unser Tannenbaum steht schon. Und meine Frau ist Erzieherin in der DRK-Kita Nepomuk und macht gerade Weihnachtsfeier.“

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