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Holsteinischer Courier

23. August 2017 | 21:51 Uhr

Neubau : Eröffnungsparty am Sachsenring

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) und die Steuer- und Unternehmensberatung „ttp“ sind nach dreijähriger Planung umgezogen.

Neumünster | Nach mehr als 35 Jahren im Courier-Haus hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) in Neumünster ein neues Zuhause. Gemeinsam mit der Steuer- und Unternehmensberatung „ttp“ wurde gegenüber vom alten Haupteingang des Friedrich-Ebert-Krankenhaus-Altbau ein dreigeschossiges Gebäude mit 1000 Quadratmetern bezogen. Dahinter befindet sich ein zweiter Bau mit neun Wohnungen. Zur Einweihung kamen am Mittwochabend sehr viele Vertreter aus der heimischen Wirtschaft.

In Rekordzeit gebaut haben die Gebäude Thomas und Ute Nehrmann, Bauunternehmer aus Todesfelde-Voßhöhlen (Kreis Segeberg): Erster Spatenstich war im Oktober 2013. Allerdings konnten sie nur ihren Plan B realisieren; daran erinnerte IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater: „Fast drei Jahre haben die Partnersuche, die Objektsuche, die Standortsuche und der Bau gedauert.“ Ursprünglich wollten Nehrmann, IHK und ttp an der Roonstraße neben dem Log-In bauen. „Doch die Gespräche mit der Stadt Neumünster als Eigentümerin waren zum Scheitern verurteilt“, so Vater. Zwischendurch gab es bei der IHK sogar Überlegungen, nach Wasbek zu ziehen. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras entgegnete knapp: „Wo es nicht geht, geht es eben nicht.“

Auch Tjark-Ture Dierks konnte sich vor den Gästen eine Spitze gegen die Bauverwaltung nicht verkneifen: „In einer solchen Projektphase kann man viel lernen, zum Beispiel über Strahlungen von Gebäuden oder Kommunikation von nicht mehr vorhandenen Figuren“.

Für seine Firma brauchte Dierks seit Jahren mehr Platz, und auch bei der IHK gab es seit 2010 Gedankenspiele über einen Ortswechsel. „Wir waren im Straßenbild nicht wahrnehmbar. Für kürzere Besuche halten oder gar parken war in der Nähe nicht möglich. Die Optik des Hauseingangs und des Treppenhauses war häufig fremdbestimmt“, erklärte IHK-Präsident Vater. Ein Makler habe sogar einst zu Rainer Bock (Leiter der Neumünsteraner Zweigstelle) gesagt: „Wenn die IHK glaubhaft den Standort Neumünster unterstützen will, dann sollte sie zuerst ihre eigenen Räumlichkeiten aufwerten.“ Der Eindruck sei verheerend.

Klaus-Hinrich Vater bezog auch kurz Stellung zum Vorwurf der SPD, die Kammer dürfe sich nicht auf Plakaten gegen die Großflecken-Sperrung positionieren (der Courier berichtete): „Ich betrachte es geradezu als Spiegelbild der Pflichtzugehörigkeit unserer Unternehmen zur IHK, dass sie in wichtigen Fragen und auch in schwierigen politischen Umfeldern Farbe bekennen“, sagte der IHK-Präsident. Dass das IHK-Logo auf einem Display an der Fassade von Karstadt und auch auf Plakaten der „Initiative Innenstadt“ erscheine, sei für ihn „eine logische Konsequenz“.

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erstellt am 23.Mai.2014 | 05:30 Uhr

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