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Rats-Ausschüsse : Erneut Streit um die Sportförderung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die CDU möchte den Vertrag mit dem Kreissportverband nur auf zwei statt vier Jahre abschließen. SPD spricht von einem „Skandal“

Neumünster | Nach der großen Einigkeit zum Doppelhaushalt in der Dezember-Ratssitzung schien der Vertrag über die Sportförderung zwischen Stadt und Kreissportverband nur noch eine Formsache zu sein. Doch jetzt gibt es darum erneut Streit.

Der Finanzausschuss votierte am Mittwoch mit den Stimmen der vier CDU-Vertreter und des FDP-Manns dafür, den Vertrag auf zwei statt auf vier Jahre bis Ende 2016 zu begrenzen. Begründung: Man wolle nicht in den künftigen Haushalt eingreifen. Die drei SPD-Vertreter stimmten mit Nein, BFB/Piraten und Grüne enthielten sich.

Einen Tag später im Schul-, Kultur- und Sportausschuss scheiterte der gleiche Vorstoß der CDU bei Enthaltung der FDP und Gegenstimmen von SPD, Grünen und BFB/Piraten. „Für mich ist es ein Skandal, diesen Antrag zu stellen“, sagte der Sportausschussvorsitzende Bernd Delfs (SPD) und verwies auf den einstimmigen Beschluss der Ratsversammlung am 9. Dezember. Hier hatten sich die Parteien darauf verständigt, den Sparbeitrag des Sports zur Haushaltskonsolidierung in den Jahren 2015 bis 2018 auf 77  000 Euro im Jahr statt der ursprünglich geforderten 100  000 Euro festzuschreiben (der Courier berichtete). Die Politik sei nach der Abstimmung im Finanzausschuss nicht mehr an ihren eigenen Beschlüssen messbar. „Das fördert die Parteienverdrossenheit“, so Delfs.

„Der KSV und die Vereine haben sich auf vier Jahre Ruhe eingestellt. Wir brauchen diese Zeit“, sagte Michael Lindner vom KSV-Vorstand. Auch der KSV-Mitarbeiter Sönke Capell zeigte sich im Ausschuss sehr enttäuscht. „Der Antrag ist ein Misstrauensvotum gegenüber dem Sport“, sagte er. „Es gab keinen Hinweis auf diesen Vorstoß der CDU“, sagte KSV-Geschäftsführer Manfred Utech gestern auf Courier-Nachfrage. „Das ist kein guter Stil. So kann man mit uns nicht umgehen“, so Utech. Endgültig entscheidet die Ratsversammlung am Dienstag.

Beim Thema Schulneubau in Einfeld gab es im Ausschuss Diskussionsbedarf über einen von der Verwaltung einberufenen runden Tisch. Man wolle damit als Verwaltung „nicht in das Hoheitsgebiet der Ausschüsse eingreifen“, sagte Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth. Das Ganze sei als Angebot zu verstehen nach dem Wunsch des Bauausschusses, ein interfraktionelles Gespräch zu führen. „Die Ergebnisse müssen selbstverständlich wieder in die Fachausschüsse“, sagte Humpe-Waßmuth.

Entwarnung gab er in Sachen Einsturzgefahr an der Schule. Der lang anhaltende Regen hatte zu Rissen in den Decken von drei Klassenräumen geführt, die daraufhin gesperrt worden waren (der Courier berichtete). Die Schäden sind repariert, zwei Räume schon wieder freigegeben. Der dritte Klassenraum soll in der
kommenden Woche folgen.

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erstellt am 08.Feb.2015 | 10:00 Uhr

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