Ermittler mit der kalten Schnauze müssen viel lernen

Die Klasse 6 c der Jürgen-Fuhlendorf-Schule aus Bad Bramstedt beschäftigte sich gemeinsam mit Lehrerin Birgitta Hüseler während des Zeitungsprojekts mit dem Einsatz von Diensthunden bei Zoll und Polizei.
Die Klasse 6 c der Jürgen-Fuhlendorf-Schule aus Bad Bramstedt beschäftigte sich gemeinsam mit Lehrerin Birgitta Hüseler während des Zeitungsprojekts mit dem Einsatz von Diensthunden bei Zoll und Polizei.

Die Schüler der Klasse Klasse 6c der Jürgen-Fuhlendorf-Schule aus Bad Bramstedt beschäftigten sich beim Zisch-Projekt mit Diensthunden

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26. Mai 2015, 13:05 Uhr

Mit den Aufgaben von Diensthunden beschäftigten sich die Schüler der Klasse Klasse 6c der Jürgen-Fuhlendorf-Schule aus Bad Bramstedt gemeinsam mit ihrer Lehrerin Birgitta Hüseler. Die Gymnasiasten nehmen an dem Projekt „Zeitung in der Schule“ des Couriers teil. Heute berichten sie über ihre Recherchen.

Wussten Sie, dass schon Anfang des 12. Jahrhunderts ein Hund als Diensthund in St. Malo, Frankreich, eingesetzt wurde? 1816 gab es in England Hunde zum Aufspüren von Whiskyschmugglern, 1886 in Hildesheim Doggen als Unterstützung für die Nachtwächter.

Doch wie arbeiten Diensthunde heute? Um das zu erfahren, luden wir, die Klasse 6c der Jürgen-Fuhlendorf-Schule in Bad Bramstedt, Frau Imöhl vom Hamburger Zoll ein. Wir erfuhren, dass Hunde, die beim Zoll eine Ausbildung als Diensthund beginnen, im Alter von zwölf Monaten anfangen, dass eine Ausbildung zwei Jahre dauert und dass die Hunde regelmäßig getestet werden, ob sie für den „Job“ geeignet sind. „Wenn dies nicht der Fall sein sollte, werden sie wieder abgegeben, im schlimmsten Fall müssen diese Tiere dann in das Tierheim“, meinte Frau Imöhl. Sie berichtete weiterhin von den Voraussetzungen, die diese Schutz-und Spürhunde mitbringen müssen.

Vor der Einstellung gibt es Tests, in denen der Hund seinen Mut beweisen muss. Im ersten Test wird ein kleines Schwimmbecken mit Dosen und mit einem Ball gefüllt. Den Ball muss der Hund herausholen, er kann kurz zusammenzucken, aber auf keinen Fall darf er Angst zeigen oder sein Ziel, den Ball zu holen, aus den Augen verlieren.

Beim zweiten Test benötigt man einen Stuhl, der leicht angehoben wird, unter dem Stuhlbein versteckt der Hundeführer den Ball. Der Hund muss den Ball holen und darf vor dem umkippenden Stuhl keine Angst zeigen. Außerdem muss der Hund in der Lage sein, mindestens 20 Minuten ohne Pause „durchzuarbeiten“. Besteht der Hund diese Tests nicht, wird er „entlassen“.

Die Hunde wohnen bei ihren Hundeführern, die 120 Euro pro Monat für Futter und weitere anfallende Kosten erhalten. Die Hunde sind durchschnittlich acht bis zehn Jahre im Dienst.

Da die Hunde Dinge wie zum Beispiel Drogen oder Tatverdächtige aufspüren und ihre Hundeführer beschützen müssen, ist es wichtig, dass sie sich in fremder Umgebung schnell zurechtfinden können, eine leichte Aggressivität und ein ausreichender Beute- und Spieltrieb vorhanden sind. Außerdem benötigen die Hunde eine allgemeine Fitness, beste Gesundheit, normales Sozialverhalten, gute Führigkeit, ein gewisses Maß an Härte, Mut und Selbstbewusstsein. Für Schutz- und Spürhunde beim Hamburger Zoll werden Schäferhunde eingesetzt, berichtete uns Frau Imöhl.

Nach unseren Informationen sind außerdem folgende Rassen geeignet: Airedale-Terrier, Deutscher Boxer, Dobermann, Hovawart, Riesenschnauzer und Rottweiler. Aber welche Hunderassen werden im Ausland als Schutz-und Spürhunde gewählt? Wir waren nicht überrascht, dass wieder an erster Stelle Schäferhunde genannt wurden, so zum Beispiel in Australien und in den USA beim Drogensuchen. In Russland kommen auch aber Rottweiler und Riesenschnauzer zum Einsatz.

Frau Imöhl erzählte uns, dass in ihrer Dienststelle Hunde „arbeiten“, die nicht ungefährlich für die Kollegen sind. Besonders Schutzhunde neigen zur Aggressivität, denn sie sind darauf spezialisiert, ihr Herrchen zu beschützen. Diese Hunde dürfen keine Angst haben und müssen manchmal sogar fremden Leuten gegenüber aggressiv sein. Guckt man diesen Hunden direkt in die Augen, dann halten sie einen für einen „Feind“ und sie gehen auf einen los.

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