Mahnwache : Erinnern an die toten Flüchtlinge

Mit Grabstein-Bildern hielten (von links) Angelika Doege-Baden-Rühlmann, Silke Leng und Katharina Wittkugel-Firrincieli Mahnwache für die toten Flüchtlinge im Mittelmeer.
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Mit Grabstein-Bildern hielten (von links) Angelika Doege-Baden-Rühlmann, Silke Leng und Katharina Wittkugel-Firrincieli Mahnwache für die toten Flüchtlinge im Mittelmeer.

Kirchenfrauen laden zum Innehalten und Nachdenken an Tausende von Opfern im Mittelmeer ein / Drei weitere Dienstage sind Mahnwachen

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29. April 2015, 12:00 Uhr

Neumünster | „Bei Rettung ertrunken vor Almeria“, „12 Menschen über Bord geworfen“, „auf Floß erfroren vor Lampedusa“ – 18 Abbildungen mit Grabstein und Inschriften erinnerten gestern bei einer Mahnwache an die Tausende von toten Flüchtlingen im Mittelmeer. Zu der Aktion an der Lütjenstraße aufgerufen hatten Ideengeberin Silke Leng (Kirchenkreis-Frauenwerk, Ökumenische Arbeitsstelle), Pastorin Angelika Doege-Baden-Rühlmann (Anscharkirche) und Pastorin Katharina Wittkugel-Firrincieli (Frauenwerk Altholstein). „Wir haben bewusst die Form des Grabsteins gewählt, denn hinter jeder Zahl steht ein Schicksal, ein Mensch, eine Familie“, sagen die drei.

Wer wollte, konnte neben der Rose auf den Grabsteinbildern eine Kerze anzünden. „Wir wollen hier einen stillen Impuls geben, dass die Menschen innehalten und nachdenken“, sagte die Anscharpastorin. Auch andere Organisationen machten die Mahnwache, die vier Mal dienstags von 17 bis 18 Uhr stattfindet, mit. „Alle demokratischen Kräfte sind entsetzt vom Umgang der EU mit den Flüchtlingen, die einfach nur in Sicherheit leben wollen. Diese Sicherheit könnten wir bieten“, sagte Christof Ostheimer vom Runden Tisch für Toleranz und Demokratie.

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