Schillsdorf : Erich Faehling als Propst gewählt

Nach der Wahl gab es Glück wünsche  für Pastor Erich Faehling (2. von links)  von  Bischof Gothart Magaard (links),  dem Vorgänger Faehlings,  Propst Matthias Petersen, und von  Propst Dr. Daniel Havemann (rechts), zuständig für Segeberg.
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Nach der Wahl gab es Glückwünsche für Pastor Erich Faehling (2. von links) von Bischof Gothart Magaard (links), dem Vorgänger Faehlings, Propst Matthias Petersen, und von Propst Dr. Daniel Havemann (rechts), zuständig für Segeberg.

Der Bokhorster Pastor wird sein neues Amt in Preetz im Oktober antreten. „Ich gehe mit traurigem Herzen und frohen Mutes.“

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30. Juni 2014, 05:00 Uhr

Schillsdorf | Es gab nur einen Wahlgang, dann war Erich Faehling als neuer Propst für den Kirchenkreis Plön gewählt. 47 der 73 anwesenden Synodalen stimmten am Sonnabend für den 53-jährigen Pastor aus Bokhorst, 25 für den zweiten Kandidaten Andreas Lüdtke (47) aus Schönberg, es gab eine Enthaltung. „Es war sehr spannend“, erklärte Erich Faehling gestern. Im Laufe des Oktobers wird er die Heilig-Geist-Kirchengemeinde in Bokhorst verlassen und seinen Dienst in Preetz antreten. Sein Platz als Synodaler in Altholstein muss neu besetzt werden.

Auch Bischof Gothart Magaard und Erich Faehlings Familie mit Ehefrau Ute und den 13- und 23-jährigen Söhnen verfolgten die Wahl. Mittags stand die Entscheidung fest, und im Anschluss gab es noch einen Empfang.

Im Kirchenkreis Plön-Segeberg gibt es zwei Pröpste: für Segeberg Dr. Daniel Havemann, für Plön zur Zeit noch Matthias Petersen. Der gewählte Propst, Pastor Erich Faehling, wird den Ende August in den Ruhestand gehenden Propst Petersen ablösen. Faehling wird dann für die Propstei Plön, das Diakonische Werk im Kirchenkreis Plön-Segeberg GmbH, Ökumene und Öffentlichkeitsarbeit sowie für eine Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Preetz verantwortlich sein. Familie Faehling wird in Preetz den Propstsitz an der Stadtkirche beziehen.

Über 25 Jahre hat Erich Faehling in Bokhorst gewirkt. In dieser Zeit hat sich eine enge Bindung zwischen dem Pastor, der auch 17 Jahre den Hamburger Motorradgottesdienst leitete, und der Gemeinde entwickelt. Gemeinsam haben sie zum Beispiel den Sparvermerk der Synode Altholstein gestemmt und den Verein der Freunde der Heilig-Geist-Kirche gegeründet. „Hier habe ich gelernt, wie eine zuverlässige, menschennahe Kirche aussieht, und dabei haben 200 Ehrenamtliche geholfen“, erklärt Erich Faehling. Das, was er in Bokhorst gelernt hat, möchte er nun in einem größeren Zusammenhang umsetzen: Die Kirche soll im Dorf bleiben. „Ich gehe mit traurigem Herzen und frohen Mutes“, und dabei meint er beides wirklich so.

Den Aufbruch sieht Faehling auch als Chance, nicht allein für sich, sondern auch für die Heilig-Geist-Kirchengemeinde. Auch die Gemeinde ist traurig, dass Faehling geht, aber Herbert Beyring vom Kirchengemeinderat weiß: „Alle freuen sich für ihn. Wir waren davon überzeugt, dass er es schafft.“ Die Kirchengemeinde ist gut vorbereitet. Die Pastorenstelle in Bokhorst soll jetzt zügig ausgeschrieben werden. Allerdings rechnet Beyring nicht damit, dass der oder die Nachfolgerin vor Februar 2015 den Dienst antreten wird. Bis dahin soll es aber eine einheitliche und permanente Vertretung geben.


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