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Konzert : Erfrischender Auftakt für den Stadtgeburtstag

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zum Start in die Feierlichkeiten zum 888-jährigen Bestehen der Stadt spielte die Philharmonie aus Neumünsters Partnerstadt Koszalin / 250 Zuhörer lauschten im Theater in der Stadthalle

Neumünster | Gelungener Auftakt für die Feierlichkeiten zum 888-jährigen Geburtstag der Stadt: Vor rund 250 Gästen gab die Koszaliner Stanislaw-Moniuszko-Philharmonie jetzt im Theater in der Stadthalle ein kraftvolles „Jubiläumskonzert“.

Dirigent Frank Zacher hatte für das Orchester polnische sinfonische Musik ausgewählt. Mit dem „Konzert für Orchester“ von Tadeusz Szeligowski (1896 - 1963) präsentierte Zacher einen weniger bekannten polnischen Komponisten der Moderne.

Emil Szymon Mlynarski (1870 - 1935) hingegen war als Komponist und Violinensolist in Europas ersten Konzerthäusern zu Gast. Das Orchester spielte seine Symphonie in F-Dur op. 14, „Polonia“. Zacher gestand nach dem Konzert, dass er mangels Solisten die Sinfonie eben auf das vorhandene Orchester reduziert habe. Das tat aber dem Hörgenuss keinen Abbruch. Forsch mit einem furiosen Finale zeigten die Musiker ihre ausgeprägten künstlerischen und emotionalen Qualitäten, die markant massiv und natürlich slawisch daherkamen.

Konzertmeisterin Agnieszka Tobik brillierte mit mehreren Soli. Das gefiel den Gästen insgesamt, und sie dankten mit energischem Beifall. „Sehr erfrischend“ und „kraftvoll“ waren Attribute, die nach der Aufführung häufig zu hören waren.

Bei Konzerten polnischer Musiker in Deutschland muss etwas Deutsches dabei sein. So griff Zacher auf die eher selten gespielte Polonia-Ouvertüre von Richard Wagner (1813 - 1883) zurück, die er jung nach dem polnischen Aufstand 1831 schrieb. Die Zuhörer erlebten eine leidenschaftliche, kontrastreiche Musik, die von anfänglichem Trauergesang über eine leichtfüßige Polonaise hin zum mitreisenden Marsch führte. „Sehr gut konzipiert“, kommentierte Hanna Necker aus Aukrug im Anschluss an das Konzert begeistert und war sich mit vielen anderen einig: „Ein bisschen schimmerte immer wieder Verdi durch.“ Lang anhaltender Beifall belohnte die Musiker für eine interessante und überzeugende Aufführung.

Nach dem Konzert lud der Beauftragte der Stadt für Städtepartnerschaften, Hans Iblher, zu einem kleinen Empfang ein. In seiner Rede betonte er, dass die Partnerschaft zur polnischen Stadt Koszalin (Köslin) nun bereits seit 25 Jahren existiere und dieses Konzert ein weiterer wichtiger Schritt für das gegenseitige kulturelle Verständnis beider Völker sei.

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