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Nachruf : „Er ist zu früh von uns genommen worden“

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Wittorfer Pastor Jens-Uwe Ramm ist im Alter von 50 Jahren gestorben

von
erstellt am 19.Feb.2014 | 08:00 Uhr

„Wir gehen aufeinander zu. Wir lernen miteinander leben“ – das Leitbild der Johannesgemeinde war auch sein Leitbild: Der Wittorfer Pastor Jens-Uwe Ramm setzte sich für die Kirche als Ort mit offenen Türen und Fenstern ein. Am 15. Februar ist er im Beisein seiner Frau gestorben. Ramm wurde nur 50 Jahre alt.

Der gebürtige Schleswiger studierte Theologie in Kiel, Heidelberg, Edinburgh und Hamburg. Als Vikar arbeitete er in der Kirchengemeinde Arnis-Rabenkirchen (Kreis Schleswig-Flensburg), bevor er 1994 nach Neumünster wechselte. In der Wittorfer Johannesgemeinde war Ramm zuerst als Pastor zur Anstellung tätig. 1998 übernahm er die zweite Pfarrstelle neben Pastor Förster. In dieser Position setzte sich Ramm für neue Gottesdienstformen, ein zeitgemäßes Modell des Konfirmandenunterrichts und die Partnerschaft mit der lutherischen Kirche im Kongo ein. „Den Mittelpunkt seiner Arbeit sah er immer im Gottesdienst als Quelle der Glaubensstärkung für seine Gemeinde und auch für sich selbst“, schreibt Propst Stefan Block in seinem Nachruf.

Persönlich brauchte Ramm die Kraft seines Glaubens 2010, als er das erste Mal schwer erkrankte. „Der Weg, den Gott mich führen will, ist der richtige. Es ist Sein Weg, wo auch immer er hin führt“, erklärte er in einem Schreiben zu Beginn seiner Krankheit. Für längere Zeit musste sich der damals 47-Jährige in ärztliche und therapeutische Hilfe begeben. Aber er kämpfte: Seine Rückkehr aus der schweren Krankheitsphase Ende 2011 bezeichnete er als ein geschenktes zweites Leben. Doch zum Jahreswechsel 2014 holte ihn die Krankheit wieder ein. „Er ist nach menschlichem Maßstab viel zu früh von uns genommen worden“, schreibt Propst Block. Der Kirchenkreis Altholstein trauere sehr um den Verlust von Jens-Uwe Ramm. Sein besonnenes und zugleich herzliches Wesen, sein großer Ernst, mit dem er sein Amt als Seelsorger und Geistlicher versah, habe immer sehr beeindruckt.

Eine Trauerfeier für Pastor Ramm findet am Freitag, 21. Februar, um 10.30 Uhr in der Johanneskirche an der Reuthenkoppel statt. Anschließend wird er in seinem Geburtsort Schleswig beigesetzt.

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