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“Xaver“ im Umland : Entwarnung gab es um 19 Uhr

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Einsatzkräfte hielten sich auch im Umland bereit. Erstmals wurde eine Außenstelle der Norderstedter Notrufleitzentrale in Rickling eingerichtet

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erstellt am 06.Dez.2013 | 06:30 Uhr

Die Sturm- und Orkanwarnungen wurden von den Umlandbewohnern ernst genommen. Wer nicht musste, ließ sich Donnerstag auf den Straßen auch nicht blicken. Überall gab es Einsatzbereitschaft, doch bis in den Abend gab es keine größeren Einsätze.

Auch im Amt Bokhorst-Wankendorf war es ruhig. In Großharrie spielten die Schüler unter den aufziehenden Sturmwolken noch fröhlich Fußball. In Schillsdorf zogen sich die Kühe auf der Weide in den Windschatten des Stalls zurück. Für die Feuerwehren wurden bis gestern Abend keine Einsätze gemeldet. „Wir haben die Einsatzbereitschaft um 18.30 Uhr aufgelöst“, erklärte gestern Holger Jebe, Amtswehrführer für Bokhorst-Wankendorf.

Erstmals wurde Donnerstag wegen des Sturms eine Außenstelle der Norderstedter Notrufleitzentrale in Rickling eingerichtet. Nachdem es beim Sturm „Christian“ in der Einsatzleitstelle in Norderstedt, die für 114 Feuerwehren sowie auch den Rettungsdienst zuständig ist, zu massiven Überlastungen kam, hatte sich Amtswehrführer Jörg Nero für die Einrichtung einer Außenstelle in Rickling eingesetzt. Von dort aus besteht die Möglichkeit, die Wehren des Amtes unabhängig von der zentralen Leitstelle zu koordinieren. „Die Meldungen an die Leitzentrale werden per Fax an uns weitergeleitet. Wir übernehmen dann von hier aus die Planung der Einsatzfahrten der Amtswehren. Das spart Zeit und hält die Leitung nach der Meldung frei“, erläuterte Nero zum Ziel der Außenstelle. „Es wird deshalb keinen Sirenenalarm in den Gemeinden geben. Die Orts-und Gemeindewehrführer werden per Telefon verständigt. Diese alarmieren dann intern ihre Einsatzkräfte“, erklärte er weiter.

Zum Einsatz kam die neue Regelung jedoch nicht. Da es bis 19 Uhr keinen Einsatz im Amtsgebiet gab, wurde die Außenstelle wieder an die Norderstedter abgegeben. In Boostedt gab es von 16 Uhr an eine Bereitschaft im Feuerwehrhaus, die ebenfalls gegen 19 Uhr wieder abrückte.

In Wasbek, Ehndorf, Arpsdorf, Padenstedt, Krogaspe, Timmaspe und Loop waren am Nachmittag nur vereinzelt Fußgänger in schützender Regenkleidung mit gesenkten Köpfen und schnellen Schrittes unterwegs. „Nein, wir mussten noch nicht zu einem Notfall ausrücken“, berichtete um 16 Uhr in der Wasbeker Feuerwache Hajo Behrendt. Der 30-jährige Hauptfeuerwehrmann ist Rettungsassistent und füllte seine Bereitschaftszeit mit dem Überprüfen der Notfallausrüstung für den Ernstfall aus. „Falls in der Nachtstunden noch etwas passieren sollte, sind die Einsatzfahrzeuge auch mit der Erstversorgung von verletzten Personen ausgerüstet“, berichtete Hajo Behrendt, der auch noch die Akkus der Funkgeräte und Handscheinwerfer auf volle Leistung inspizierte. Orkan „Christian“ fegte seiner Meinung nach wesentlich stärker über Wasbek hinweg als jetzt „Xaver“.

Auch die AKN fuhr. Auf der Homepage heißt es: „Die AKN fährt so lange, wie es vor dem Hintergrund der Sicherheit vertretbar ist.“ Für den Nikolaustag  ist nach derzeitigem Stand mit normalem Zugverkehr oder nur geringfügigen Verspätungen zu rechnen.












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