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Gartenstadt : Entscheidung über die Verkehrsinseln wurde vertagt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Stadtteilbeirat und bei Fachleuten gibt es unterschiedlichen Ansichten, ob die Hilfen in der Rendsburger Straße nötig sind.

shz.de von
erstellt am 26.Mär.2016 | 14:57 Uhr

Neumünster | Die Querungshilfen auf der Rendsburger Straße beschäftigten am Mittwochabend den Stadtteilbeirat Gartenstadt – und werden das auch weiter tun. Denn eine Entscheidung über Sinn oder Unsinn der Verkehrsinseln wurde auf der Sitzung nicht gefällt. Kurt Feldmann-Jäger (SPD) hatte zu dem Thema eine Stellungnahme von der Stadt angefordert, die eine Grundlage für weitere Diskussionen liefern sollte. Die Antwort der Stadtplanung wird nun allerdings erst dem Stadtteilvorsteher Martin Kriese (CDU) zugehen, der auf der Sitzung verhindert war. Seinen Antrag, die Testphase der Inseln zu beenden, hatte Kriese laut Feldmann-Jäger zunächst zurückgezogen.

Stadtplaner Michael Köwer empfahl in seinem Schreiben, die Mittelinseln grundsätzlich beizubehalten. Obwohl es durch den Wegzug des Media-Marktes dort sichtbar weniger Fußgänger und Radfahrer gebe, habe man die wiederholte Nutzung aller drei Inseln beobachtet. Dabei sei es unerheblich, ob die Querung direkt über die Inseln erfolge oder aus Bequemlichkeitsgründen wenige Meter davor oder dahinter. Auch im „Schatten“ der Inseln könne man sicherer über die Straße kommen, so Köwer.

Der Stadtplanung liegen zu den Querungshilfen auch Stellungnahmen vom Seniorenbeirat, dem Behindertenbeauftragten und der Polizeidirektion vor. Die Meinungen gehen jedoch auseinander. Während der Seniorenbeirat der Meinung ist, dass alle drei Querungshilfen entfallen können, spricht sich der Behindertenbeauftragte Hartmut Florian dafür aus, nicht alle Inseln abzubauen. Er schlägt zudem vor, durch Hinweisschilder auf die Inseln aufmerksam zu machen. Laut Polizei geht von den Inseln keine Unfallgefahr aus, daher bestehe keine Notwendigkeit, sie zurückzubauen.

Ein weiteres Thema war der Lärmaktionsplan der Stadt. „Wir begrüßen, dass für die Bürger in der Gartenstadt als einem der am höchsten belasteten Stadtteile Maßnahmen zur Lärmminderung einerseits und der Ausweis weiterer ruhiger Schutzgebiete vorgenommen wird“, sagte Kurt Feldmann-Jäger. Ergänzend schlug der Beirat weitere Punkte vor. So solle die flächendeckende Verkehrsberuhigung in Wohngebieten ausgeweitet werden – auf die Carlstraße zwischen Sauerbruchstraße und Röntgenstraße/ Prehnsfelder Weg.

Außerdem sprach sich der Beirat mehrheitlich dafür aus, die Ausgleichsflächen für den Gewerbepark Eichhof am Prehnsfelder Weg und an der Rendsburger Straße als ruhige Schutzgebiete auszuweisen.

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