zur Navigation springen

Kleintierbörse : Endlich ist die Zwangspause vorbei

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beim Rassegeflügelzuchtverein Konkordia konnte die erste Kleintierbörse nach der Pause durch die Geflügelpest stattfinden.

shz.de von
erstellt am 13.Jun.2017 | 08:45 Uhr

Neumünster | Nach acht Monaten Pause wegen der Geflügelpest gab es am Sonntag wieder eine Kleintierbörse auf dem Gelände des Rassegeflügelzuchtvereins „Konkordia“ an der Geerdtsstraße. „Endlich geht es wieder los“, sagte der 1. Vorsitzende Willi Sinterhauf und gab damit offenbar die einheitliche Meinung aller Züchter wider.

Entsprechend groß war auch die Beteiligung an der Börse. „So einen Zulauf haben wir lange nicht erlebt“, sagte Peter Vehring vom Gastgeberverein. Im Angebot waren Wachteln, Zwerg- und Großhühner und anderes Geflügel, Kaninchen und Meerschweinchen, aber keine Gänse. Blumen, Futter, Wurzeln, Heu und Stroh gab es im Außenbereich.

Die Meinung der Züchter, die aus dem ganzen Land angereist waren, über die Auswirkungen der Geflügelpest waren recht unterschiedlich. Rolf Gottwald aus Bornstein, der unter anderem Zwergenten züchtet, meinte: „Mehr schlecht als recht bin ich über diese Zeit gekommen. Das Wassergeflügel braucht Möglichkeiten zum Baden und Schwimmen, da sah es schlecht aus. Dann fehlte das frische Gras für die Mauser. Insgesamt habe ich schon Ausfälle bis zu Totalschäden bei einigen Tieren im Jahrgang.“

Andere hatten weniger Grund zur Klage. Finanzielle Einbußen verzeichneten die meisten Geflügelzüchter allein wegen des höheren Aufwands für Einstallungen und Hygiene. „Aber Entschädigungen bekamen nur die Großen“, meinte Willi Sinterhauf. Insgesamt sei die Nachzucht dieses Jahr um 40 bis 60 Prozent zurückgegangen oder ausgefallen. Darum sei das Angebot auf dem Kleintiermarkt wesentlich geringer. „Heute liegt das Hauptaugenmerk bei den Züchtern im Erfahrungsaustausch, wie sie die Krise gemeistert haben“, so Sinterhauf.

Trotzdem lief der Verkauf am Sonntag ganz gut. Matthias Gadermann (12) aus Krumstedt war mit seiner Mutter Gaby an der Geerdtsstraße und hatte schon drei Hennen seiner Amrocks an die Kunden gebracht.

Die Kleintierbörse bei Konkordia findet jeden zweiten Sonntag im Monat statt. Im kommenden Monat soll eigentlich die Kreisjungtierschau stattfinden. „Aber jetzt hat es die Kaninchen erwischt, und es gibt keinen Impfstoff. Da müssen wir mal sehen, was es für Meldungen gibt“, sagte Sinterhauf.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen