zur Navigation springen

Gadeland : Eltern sorgen sich um die Hortbetreuung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadtvertreter standen beim Elternabend Rede und Antwort.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2017 | 10:00 Uhr

Neumünster | Unter Gadelands Grundschuleltern herrscht große Unsicherheit. Trotz Bemühungen seitens der Stadt und des Elternvereins „Betreute Grundschule“ drohen erneut Platzprobleme in der Schulkindbetreuung.

„Momentan gibt es 64 Anmeldungen bei 23 freien Plätzen – und jede Menge Gerüchte“, berichtete Nils Jessen am Donnerstagabend in der Aula. Der Schulelternbeirat habe deshalb beschlossen, zu einem offenen Elternabend zu laden und „betroffene Eltern auf den Stand der Dinge zu bringen“, so der Beiratsvorsitzende.

Außer Jörg Asmussen, dem Fachdienstleiter Frühkindliche Bildung, und Gabriele Bartelheimer, Leiterin des Fachdienstes Schule, Jugend, Kultur und Sport, hatten die Vorsitzende des Elternvereins „Betreute Grundschule Gadeland“, Dana Brückert-Schellin, Vertreter der Kita Gadeland sowie Alexandra Mallon und Dr. Volker Matthée vom Stadtteilbeirat auf dem Podium Platz genommen. 80 Eltern saßen ihnen gegenüber und machten ihrem Unmut Luft. „Das Problem existiert doch bereits seit drei Jahren. Warum tut die Stadt nichts? Oder gibt es konkrete Vorschläge?“, wandte sich ein Vater an Jörg Asmussen.

In Gadeland steige die Schülerzahl von Jahr zu Jahr, führte der Fachdienstleiter aus. Mit dem Umbau der Hausmeisterwohnung, der im Sommer fertiggestellt wird und dann Platz für 30 Hortkinder bietet, habe man das Problem lösen wollen, so der Fachdienstleiter.

Die Besucher blieben skeptisch. „Und was wird aus den restlichen Kindern?“ Selbst wenn 30 Grundschüler in der ehemaligen Hausmeisterwohnung untergebracht werden – diese Zahl wird von der Leiterin der Betreuten Grundschule, Astrid Zeidler, auf lediglich 20 Schüler eingestuft – werden die Eltern weiter um einen Hortplatz bangen müssen. „Verlässliche Zahlen kann ich Ihnen am 31. Mai liefern“, sagte Asmussen. „Erst dann liegen die baurechtlichen Grundsatzinformationen vor.“

Die Eltern zeigten sich enttäuscht. „Wann bekommen wir Bescheid?“, „Wie geht es weiter?“, „Wann können wir unsere Arbeitgeber informieren?“ Fragen, für die Bernd Delfs großes Verständnis zeigte: „Alle wartenden Eltern haben die Belastungsgrenze erreicht. Sie wollen hier heute Abend mit einer Zusage für einen Betreuungsplatz rausgehen“, sagte der schulpolitische Sprecher der SPD-Rathausfraktion. Delfs schlug vor, das Obergeschoss des Openhaart-Hauses an der Slevogtstraße kurzfristig zum Hort umzubauen. Alexandra Mallon brachte das „Haus Gadeland“ ins Spiel. Auch ihr Vorschlag wurde mit Beifall quittiert.

Nils Jessen freute sich über die Vorschläge, wandte jedoch ein: „Seit es die freie Grundschulwahl gibt, werden wir in Gadeland überrollt. Gleichzeitig endet der Rechtsanspruch auf Betreuungszeit mit dem Schuleintritt.“ Eltern und Verantwortliche in den Kommunen stelle das vor große Planungsprobleme.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen