Wasbek : Eltern sollten den Schulweg sichern

Die Hermann-Claudius Grundschule liegt zwischen der Wasbeker Kita und dem Sportgelände.    Ein Zebrastreifen auf der Schulstraße wurde von der Verkehrsbehörde bereits abgelehnt.
Die Hermann-Claudius Grundschule liegt zwischen der Wasbeker Kita und dem Sportgelände. Ein Zebrastreifen auf der Schulstraße wurde von der Verkehrsbehörde bereits abgelehnt.

In der nächsten Woche ist eine Gemeindebegehung mit Vertretern der Verkehrsaufsicht geplant.

shz.de von
02. November 2013, 13:52 Uhr

In der Wasbeker Hermann-Claudius Grundschule läuft es rund. Das berichtete die Leiterin Susanne Allais auf der Sitzung des Schulausschusses unter dem Vorsitz der Padenstedter Gemeindevertreterin Ulla von See.

Derzeit werden die 186 Mädchen und Jungen in neun Klassen von elf Lehrern unterrichtet. Ein Fortbestand der Grundschule ist nach Aussage der Leiterin gesichert. Laut Schulgesetz kommt die Standortfrage erst dann zum Tragen, wenn die Mindestschülerzahl von 80 Kindern nicht mehr gewährleistet ist. Besonders erfreut zeigte sich die Schulleiterin auch über die Tatsache, dass abgehende Wasbeker Schüler zum Beispiel in den weiterführenden Neumünsteraner Schulen gerne und mit offenen Armen empfangen werden.

Solide präsentieren sich ebenfalls die Haushaltszahlen. Der erste Nachtrag für das laufende Rechnungsjahr des Wasbeker Schulverbandes mit einem bereinigten Gesamtvolumen von rund 2,7 Millionen Euro erfordert weder eine Erhöhung der Schul- noch der Kita-Umlage. Die durch höhere Personal- und Energiekosten verursachten Mehrausgaben im Schulbereich von rund 9 000 Euro wurden mit einem Griff in das Rücklagenkonto ausgeglichen. Weil auf Beschluss der Schulverbandsmitglieder der Rücklagenbestand auf 40 000 Euro gedeckelt ist, verringert sich die Schulverbandsumlage mit dem Jahr 2014 um rund 60 000 Euro auf neu rund 213 000 Euro.

Kontroverse Diskussionen löste der Wasbeker Gemeindevertreter Uwe Pauschardt mit seiner Forderung nach einem Zebrastreifen in der Schulstraße aus. Trotz der eingerichteten 30-Stundenkilometer-Zone von der Kita entlang des Schulgebäudes bis hin zum Sportplatz könnte es nach Aussage von Pauschardt doch kein Problem sein, im Interesse aller fahrbahnquerenden Mädchen und Jungen, die nicht mit dem Bus oder per Familienauto vor die Türen gefahren werden, einen sicheren Zebrastreifen anzulegen. Dazu erklärte Bernd Nützel (Wasbek), dass bereits ein Antrag von der Rendsburger Verkehrsaufsichtsbehörde abgelehnt wurde, weil zu wenig Autos die Schulstraße befahren. Interessant auch die Aussage der Schulelternbeiratsvorsitzenden Helke Rathje, dass die große Mehrheit der Eltern der Meinung sei, dass ein Zebrastreifen „nichts bringt“. Ein von der Ausschussvorsitzenden Ulla von See angeregter Schülerlotsendienst kommt zur Lösung des Problems nach Aussage der Schulleiterin nicht in Betracht. Dafür, so merkte Allais an, sind die Grundschüler zu klein. Diesen Part müssten die Eltern schon freiwillig übernehmen.

Der Wasbeker Bürgermeister und Schulverbandsvorsteher Karl-Heinz Rohloff hielt zum Thema letztlich fest, dass in der nächsten Woche eine Gemeindebegehung auch mit Vertretern der Verkehrsaufsicht auf dem Programm steht, bei der er die Angelegenheit zur Aussprache bringen will. Über das Ergebnis wird Rohloff auf der nächsten Sitzung der Schulverbandsversammlung berichten.





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