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Schillsdorf : Eltern müssen tiefer in die Tasche greifen

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Elternbeiträge für die Betreuung in der Bokhorster Kinderkastanie sollen angehoben werden.

Die Elternbeiträge für die Betreuung in der Bokhorster Kinderkastanie sollen angehoben werden. Das beschlossen am Dienstag die Schillsdorfer Ortspolitiker einstimmig während ihrer Gemeindevertretersitzung. Neben Schillsdorf sind auch die beteiligten Gemeinden Großharrie, Tasdorf und Rendswühren betroffen. 68 Kinder werden zurzeit in Bokhorst betreut. Auch aus den Partnergemeinden wird in den nächsten Wochen eine Entscheidung zur Anhebung der Elternbeiträge erwartet.

Die Gründe für die Erhöhung erklärte Schillsdorfs Bürgermeister Heinrich Danker. Zehn Jahre lang waren die Elternbeiträge demnach stabil und lagen bei 22 Prozent der Gesamtkosten. Die Elternbeiträge hätten auch bereits bei 40 Prozent der Kosten liegen können. Das ist im Kreis Plön die rechtliche Obergrenze. Die politische Entscheidung in der Vergangenheit war jedoch eine andere. Inzwischen sind den Gemeinden aber die Kosten davongelaufen. Allein in Schillsdorf sind die Kosten für die Gemeinde in den vergangenen sechs Jahren von 47 000 Euro pro Jahr auf satte 115 000 Euro gestiegen. „Das kann die Gemeinde allein so nicht mehr stemmen“, erklärte Danker.

Die rasante Kostensteigerung wird auch durch sinkende Kinderzahlen nicht spürbar gemildert. Für Danker sind allerdings auch pädagogische Konzepte oder Gruppengrößen keine „heiligen Kühe“. Alle kostenbestimmenden Faktoren sollen danach in den anstehenden Gesprächen zur Neugestaltung des Trägervertrages, der aktuell verhandelt wird, geprüft werden. Die Anhebung der Elternbeiträge soll sich voraussichtlich um acht Prozent der Kosten bewegen. Eine Annäherung an 35 Prozent, wie sie im Kreis Plön durchaus üblich seien, könne wenn überhaupt nur schrittweise erfolgen, meinte Danker. Um den Anforderungen berufstätiger Eltern gerecht zu werden, wurde einer Verlängerung der Öffnungszeiten von 7 bis 17 Uhr zugestimmt.

Außerdem wurde über die Sanierung der Schillsdorfer Abwasser- und Regenwasserkanalisation beraten. Bis zu zwei Millionen Euro könnte die Sanierung kosten. Allerdings müsse hier genau geprüft werden, mit welchen Verfahren gearbeitet werden und in welchen Abschnitten die Sanierung erfolgen soll. Das Thema dürfte die Gemeinde die kommenden zehn Jahre beschäftigen, meinte Danker.

Neben der Kanalsanierung soll dieses Jahr auch mit der Erneuerung der Straßenbeleuchtung begonnen werden. Die Aktion „saubere Gemeinde“ findet dieses Jahr nicht statt. Schillsdorf will ein Jahr überspringen.

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erstellt am 27.Feb.2014 | 17:00 Uhr

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