Bissee : Elf Künstler haben ihre Werke im Dorf aufgestellt

„Poems of the global village 1“ heißt dieses Werk von Gerten Goldbeck aus Hamburg.
„Poems of the global village 1“ heißt dieses Werk von Gerten Goldbeck aus Hamburg.

Die Ausstellung läuft bis Mitte Oktober.

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29. Mai 2015, 10:30 Uhr

Bissee | Wenn hochwertige Kunst auf Kühe, Schafe und schöne Landschaften trifft, beginnt wieder die Skulpturenausstellung in Bissee , wo im gesamten Dorf an der Eider glänzende und manchmal auch mysteriöse Geschöpfe auf ihre Entdeckung warten.

Ein minimalistisches Paar aus Gips tanzt eine Episode aus „Schwanensee“, umgeben von einer unbekannten „Schwangeren“ und den stillen Beobachtern „Anja“ und „Silvia“. Dies alles spielt sich im heimeligen Vorgarten eines Landhauses in Mittelholstein ab. Henning Spitzer aus Güstrow liebt das Geheimnisvolle, weiß die Betrachter seiner Werke emotionell zu packen. Seine Figuren finden die Balance zwischen Ästhetik und Abenteuer und verführen auf geradezu unverschämte Art. Gerten Goldbeck aus Hamburg bringt mit seinen „Poems of the global Village 1“, einem auf Acrylglas und Holz gefertigten Siebdruck, mit bunten Tafeln eine Menge Farbe in das sommerliche Rasengrün, während Thomas Reifferscheid aus Köln großes Gefallen an dem das Dorf durchziehenden Eiderfluss gefunden hat. Steckt man den Kopf in seine „Pforte“ aus Gabbro, einem seltenen Gestein, scheint man der Außenwelt entrückt und mit der Natur und dem Wasser eins. Das ist ein Erlebnis für jeden Heimatkundler und Kunstfreund.

Elf internationale Künstler sind diesmal bei der Skulpturenausstellung in Bissee dabei, unter anderem die 80-jährige Christel Höser und auch wiederum der Nachwuchs der Profilklasse Kunst der Immanuel-Kant-Schule Neumünster.

Der Verein „Skulptur in Bisee“ bringt seit 18 Jahren das Engagement von Künstlern, Einwohnern und Landwirten zusammen, um diese besondere Form eines offenen Museums zu kreieren.

Eröffnet wird die Ausstellung am morgigen Sonnabend, 30. Mai, um 16 Uhr auf dem Hof Reese. Die Eröffnungsrede hält Georg Fritsch, Generalmusikdirektor der Landeshauptstadt Kiel. Dann ist bis Mitte Oktober wieder individueller Besuch angesagt, denn feste Öffnungszeiten gibt es bei dieser „Outdoor-Skulpturenausstellung“ nicht.

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