Wintereinbruch : Eisregen überrascht Berufsverkehr

Sand für die Sicherheit: Schwungvoll  streute TBZ-Mitarbeiter Andreas Lucke gestern die Gehwege auf dem Kleinflecken ab. Seit dem frühen Morgen waren er und seine Kollegen  im Einsatz, um unfreiwillige Rutschpartien zu verhindern.
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Sand für die Sicherheit: Schwungvoll streute TBZ-Mitarbeiter Andreas Lucke gestern die Gehwege auf dem Kleinflecken ab. Seit dem frühen Morgen waren er und seine Kollegen im Einsatz, um unfreiwillige Rutschpartien zu verhindern.

Viele Autofahrer mussten kratzen, waren aber vorgewarnt / Winterdienst der Stadt mit großer Besetzung / Zahl der Stürze hielt sich in Grenzen

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22. Januar 2014, 07:00 Uhr

Das Wetter kam mit klarer Ansage, aber viele Neumünsteraner zeigten sich von der Wucht dann wohl doch überrascht. Scheinbar harmloser Nieselregen verwandelte gestern Morgen kurz nach 6 Uhr bei frostigen Bodentemperaturen ganze Straßenzüge zu wahren Schlitterstrecken. Auch Bürgersteige und Auffahrten waren binnen Minuten mit einem feinen Eispanzer überzogen.

Laternenparker hatten gut zu kratzen, um die knallharten Eisschichten von den Scheiben zu bekommen – waren dadurch aber offenbar auch gut vorgewarnt: Trotz des überraschenden Blitzeises gab es in der Stadt im einsetzenden Berufsverkehr keine gravierenden Glatteisunfälle. Auch bei den Rettungsdiensten blieb es ruhig. „Wir hatten einige wenige Stürze, aber nicht mehr als an Normaltagen“, hieß es es gestern aus der Einsatzleitstelle. Offenbar hätten sich die Leute auf den Regen eingestellt oder seien vorsichtshalber gar nicht erst aus dem Haus gegangen, meinten die Feuerwehrleute.

Dabei war selbst der Winterdienst der Stadt von der Stippvisite des Winters auf dem kalten Fuß erwischt worden: „Um 5 Uhr haben wir Kontrollfahrten durch die Stadt gemacht, da waren die Straßen noch trocken“, sagte Holger Fockenga, stellvertretender Leiter des Technischen Betriebszentrums (TBZ). Kurz nach 6 Uhr waren dann die ersten Frühkolonnen zum Abstreuen draußen. Wenig später, als der Regen in Schnee überging, machte sich die Verstärkung vom Betriebshof in Faldera auf den Weg: Insgesamt waren gestern rund 45 Männer und Frauen mit fünf großen Räumfahrzeugen und sieben Radwegstreuern oder als Handkolonnen mit Schaufel und Sandeimer unterwegs.

Zu räumen gab es allerdings noch wenig. Radweg- und Handkolonnen hatten es in der Innenstadt vorzugsweise mit überfrorenen Wegen zu tun und streuten Bushaltestellen, Geh- und Überwege ab.

Zwar gab es bis zum Nachmittag immer wieder mal ein paar Schneeflocken, aber Temperaturen knapp über Null sorgten dafür, dass in der Stadt nur die Grünflächen leicht überzuckert wurden. Ob das so bleiben wird, ist derzeit noch ungewiss. Für die nächsten Tage sagte der Wetterdienst gestern Mittag Temperaturen von knapp unter Null bis minus 4 Grad und bedeckten Himmel voraus. Schneefall nicht ausgeschlossen.

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