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Verkehrsversuch : Einzelhändler: „Schluss mit Experimenten“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadt soll den Verkehrsversuch wegen der massiven Auswirkungen möglichst sofort beenden, meint der Einzelhandelsverband.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2013 | 11:00 Uhr

Der Einzelhandelsverband Nord hat die Ratsversammlung aufgefordert, den Verkehrsversuch auf dem Großflecken so schnell wie möglich zu beenden und die Durchfahrt wieder zweispurig herzustellen. „Die Verkehrssituation in der Stadt ist aufgrund der vielen Straßenbauarbeiten katastrophal. Die Baustellen werden noch Monate bleiben und sind nicht ohne weiteres zu beseitigen. Die Sperrung des Großfleckens kann dagegen leicht rückgängig gemacht werden“, sagt EHV-Nord-Vizepräsident Gerd Grümmer, gleichzeitig EHV-Vorsitzender in Neumünster.

„Das ist eine künstliche Maßnahme, die bei der derzeitigen Baustellensituation wie ein Brandbeschleuniger wirkt. Die Auswirkungen sind kumuliert für den Einzelhandel nicht hinnehmbar. Wenn ein Viertel der Einnahmen wegbricht, ist eine Schmerzgrenze überschritten, die für Handelsunternehmen Existenz gefährdend ist“, sagt der Kaufmann.

Aus Sicht des EHV Nord wäre es verantwortungslos, wenn die Stadt jetzt nicht zügig für Abhilfe sorgen würde. „Das laufende Herbst- und das anstehende Weihnachtsgeschäft ist für die meisten Händler der Innenstadt die Hauptumsatzzeit“, teilt Grümmer mit. Die Baustellen würden diese sensible Umsatzphase schon genug beeinträchtigen.

Neben den Unternehmen trifft der Versuch nach Ansicht von Grümmer aber besonders die Verbraucher: „Die beginnen sich umzuorientieren und gehen der Innenstadt teilweise auch länger verloren“, meint er. Die angedachte Verlängerung des Versuchs bis Mai lehnt der EHV strikt ab. Und der zusätzlich angedachte Versuch vor dem Bahnhof ist für den Verband „zum jetzigen Zeitpunkt völlig abwegig: Das wäre der totale Kollaps. Die Pläne gehören vorerst in die Abstellkammer“, so Grümmer.

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