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Holsteinischer Courier

14. Dezember 2017 | 16:40 Uhr

Eintauchen in die Welt der Fantasie

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

402 Vereine gibt es in der Stadt / Die „Gilde der Spieler“ gehört zu den kleinen und speziellen Gemeinschaften

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2013 | 00:35 Uhr

402 Gemeinschaften mit dem Zusatz „e.V.“ spuckt die Webseite handelsregister.de für Neumünster aus. Bei der Internetseite handelt es sich um ein gemeinsames Portal der Bundesländer, auf dem auch das Vereinsregister abrufbar ist. Bei der Durchsicht der langen Liste wird klar: Die hiesige Vereinslandschaft ist nicht nur groß, sondern auch breit gefächert.

Sportvereine befinden sich ebenso darunter wie Fördervereine für Schulen und Kitas, Betreuungsangebote für Kinder, Wirtschaftsverbände, Gesangvereine, Schützenvereine, Kulturgemeinschaften oder auch Fanclubs zum Beispiel von Automarken. Sogar einen Manta-Klub gibt es laut Register noch.

Zu den größten Vereinen der Stadt dürfte im sozialen Bereich der Sozialverband Deutschland mit über 3000 Mitgliedern gehören, auch das DRK ist mit 1420 Fördermitgliedern vorn dabei.

Die Eigentümervereinigung Haus und Grund zählt 1790 Mitglieder, während die „Gegenseite“, der Mieterverein, auf etwas mehr als 3000 Mitglieder kommt. Allerdings deckt die Mietergemeinschaft den Kreis Bad Segeberg mit ab. Bei den Sportvereinen sind der SV Tungendorf mit 4029 und der Polizeisportverein Union mit 1368 Mitgliedern besonders schlagkräftig.

Mitgliedsstark sind ihrer Natur gemäß zudem Dachverbände wie der Kreissportverband, der durch die fast 60 Sportvereine der Stadt beinahe 17 000 Mitglieder zählt, und der Jugendverband mit 37 Mitgliedsvereinen und dadurch 16 500 Mitgliedern. Auch einige Landesverbände haben ihren Sitz in Neumünster, darunter der ADAC mit mehr als einer halben Million Mitglieder.


Internetspiele sind tabu


Neben den großen Vereinen gibt es aber auch kleine, ganz spezielle. Die „Gilde der Spieler“ ist so ein Beispiel. Sie wurde 2005 gegründet hat 45 Mitglieder. Diese spielen zusammen Rollen- und Fantasy-Spiele. Allerdings nur „offline“ – Internetspiele sind tabu, wie der erste Vorsitzende Falko Brockmann erläutert. „Unser Ziel ist es eher, Kinder und Jugendliche vom PC wegzulocken und am Tisch oder draußen miteinander zu spielen“, erläutert der 37-Jährige. Vom Kartenspiel im Westernstil bis zum Live-Rollenspiel mit mittelalterlicher Kulisse reicht das Spektrum. Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder zur „Gilde-Convention“ im JVN, darüber hinaus regelmäßig im Spielegeschäft „Atlantis“ im Courierhaus.

Der Hintergrund eines Vereins erschließt sich indes nicht immer durch den Namen, wie beim „Verein zur Förderung kommunikativer Freizeitgestaltung“ etwa. Ein wenig Internet-Recherche bringt die Erleuchtung. Hinter dem viel- und gleichzeitig nichtssagenden Namen verbirgt sich: ein Swingerklub

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