zur Navigation springen

Latendorf : Einradfahrer Malon schaffte elf Runden durch den Wald

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

70 Einradfahrer trafen sich zur Waldmeisterschaft.

Latendorf | Auf einem Einrad über Stock und Stein zu fahren erfordert Mut, Geschick und Ausdauer. Diese Fähigkeiten und noch dazu eine große Portion Spaß brachten am Sonnabend rund 70 Starter mit in den Segeberger Forst zur siebten Auflage der Einrad-Waldmeisterschaft.

Zwischen Heidmühlen und Latendorf trafen sich die Einradfahrer aus Schleswig-Holstein und Hamburg, um in zwei Stunden möglichst häufig eine drei Kilometer lange Strecke zu umrunden. Dabei geht es nicht um ein knallhartes Konkurrenz-Rennen, wie Veranstalter Andreas Kiep schilderte: „Es ist eine reine Spaß-Veranstaltung. Man darf Absteigen, Schieben und sein Einrad tragen. Vor sieben Jahren hatten meine Tochter Lina und ich die Idee, Generationen zusammenzubringen und miteinander anstatt gegeneinander zu fahren.“

So sammelten sich zum Start am Sonnabendmittag Einradfahrer zwischen 7 und 57 Jahren, alle ausgerüstet mit Schutzhelmen und Knieschonern, manche hatten auch Handschützer dabei. Bevor der Startpfiff erklang, musste sich der bunte Trupp etwa 20 Meter entfernt von den abgelegten Rädern aufstellen, um dann im Eiltempo zum Rad zu laufen, aufzuspringen und loszubrausen. Manche brauchten auch Hilfe beim Aufsteigen, weil das Rad so groß war.

Die Strecke durch den Wald führte die Sportler über verschiedene Untergründe, wie Beate Kalis aus Bad Schwartau berichtete: „Der Weg führt durch Sand, über Gras und Teer, manchmal geht es bergauf, dann wieder bergab. Das ist schon eine Herausforderung.“ Beate Kalis’ Sohn und ihre achtjährige Enkelin sind bei dem Rennen mitgefahren. Sie selbst stand am Start und hat den vorbeikommenden Radlern zur Stärkung Wasser und Bananenstückchen angeboten. Manuela Tonn hat die kurze Snackzeit genutzt, um den Fahrern mit einer Zange ein Loch in die Startnummer zu knipsen und damit die Rundenzahl festzuhalten. Zugleich gab es eine elektronische Erfassung. „Ich bin zum zweiten Mal dabei, weil es Spaß macht und kein Wettkampf ist“, sagte Göta Bürkner aus Elmshorn. Die 43-Jährige fährt seit vier Jahren Einrad und gibt zu: „Das Schwierige ist das lange Sitzen. Nach zwei Stunden tut einem der Po weh.“

Die Waldmeisterschaft in Latendorf scheint eine Besonderheit unter den Monocyclisten zu sein. „Soweit ich weiß, ist es bundesweit die einzige Veranstaltung dieser Art“, meinte Veranstaltungstechniker Andreas Kiep. Der Latendorfer freute sich über einen selbst geschnitzten Wanderpokal, den Freunde ihm geschenkt haben und der in diesem Jahr an den Gesamtsieger ging. Das wurde der 15-jährige Malon Köppen (11 Runden) von den Lübecker Einradfüchsen. „Im nächsten Jahr soll die Waldmeisterschaft wieder stattfinden“, sagte Andreas Kiep.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen