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Logen : Einmaliges Treffen ging in die zweite Runde

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

100 Freimaurer, Druiden und Odd-Fellow-Mitglieder speisten gemeinsam

Neumünster | Nach 45 Jahren hatten die drei Neumünsteraner Logen im vergangenen Jahr erstmalig zum gemeinsamen „Logen-Dinner“ anstelle des bis dahin traditionellen Balles geladen. Dass diese Entscheidung von den Teilnehmern begrüßt wurde, bewiesen die rund 100 Gäste, die sich am Sonnabend nun zum zweiten Mal zu diesem festlichen Essen im Restaurant der Holstenhallen eingefunden hatten.

Für die passende, unterhaltsame Tischmusik sorgte diesmal die Michael-Weiss-Jazzband. Deren leicht verdauliche Jazzstandards und swingende Evergreens trugen das ihre zur entspannten Stimmung des stilvoll gestalteten Abends bei.

Tradition wird in den Logen groß geschrieben. Dennoch unterliegen auch diese dem Wandel der Zeit. Dies zeigte sich unter anderem dadurch, dass mit Kai Niedziela (31) als Logenmeister der Freimaurerloge „St. Johannis zur Brudertreue an der Schwale“ und Timm Rauert (51), Vorsitzender der Druidenloge „Loge Nygemünster“, zwei Neue die Führungsposition in ihren Vereinigungen innehaben.

Im Amt des Obermeisters im Odd-Fellow-Orden „Nord-Albingia-Loge“ steht dagegen weiterhin Peter Wurz, der sich seit 51 Jahren den Grundsätzen seiner Bruderschaft verpflichtet fühlt. „Ich bin von den Ideen meiner Loge überzeugt. Deshalb übernehme ich diese Aufgabe gerne“, erklärte der 72-Jährige.

Die Zusammenkunft der drei Neumünsteraner Logen ist etwas Besonderes. Denn von anderen Bruderschaften wird diese kritisch beurteilt und eigentlich nicht gerne gesehen. „In dieser Hinsicht sind wir einmalig. Und das lassen wir uns auch nicht nehmen. Wir verstehen unsere Treffen als Pflege der gemeinsamen Grundsätze Freundschaft, Brüderlichkeit und Toleranz“, erklärten die Verantwortlichen dazu einhellig.

Den drei Logen gehören zurzeit rund 150 Mitglieder an. Hierbei stellen die Freimaurer mit 96 Brüdern die stärkste Vereinigung. Das Durchschnittalter der Brüder liegt dabei rund um das 65. Lebensjahr. Doch bange um das Fortbestehen der Logen sei man nicht. „Das Interesse ist auch bei Jüngeren durchaus vorhanden. Aber vor einer lebenslangen Bindung, wie sie die Statuten vorschreiben, schrecken viele dann doch zurück“, berichtete Kai Niedziela. Er gehört seit sieben Jahren den Freimaurern an und fungiert, als Nachfolger des im Februar verstorbenen Stadtpräsidenten Friedrich-Wilhelm Strohdiek, seit Oktober als deren bundesweit jüngster Logenmeister.

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erstellt am 16.Nov.2015 | 12:00 Uhr

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