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Kinder-Technikakademie : Einmal zum Mars und wieder zurück

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Kinder-Technikakademie im Museum Tuch + Technik stand unter dem Motto „Weltraum-Expedition“. Die Teilnehmer hatten die Aufgabe, einen eigenen Roboter zu programmieren.

Neumünster | Welche Herausforderungen eine Weltraum-Expedition mit sich bringt, konnten 18 Kinder zwischen 10 und 13 Jahren in den vergangenen Tagen im Museum Tuch + Technik erfahren. Im Rahmen der Kinder-Technikakademie bauten die Teilnehmer einen sogenannten „Lego-Mindstorms-Roboter“, der durch eine spezielle Programmierung in der Lage ist, vorgegebene Aufgaben zu erfüllen. Gestern präsentierten sie stolz ihre Ergebnisse.

Unter Anleitung der Studenten Pascal Loth (23) und Thilo Blißner (24) von der Technischen Universität Hamburg-Harburg hatten die Jungen und Mädchen  in Zweiergruppen fünf Tage lang geknobelt und getüftelt, was das Zeug hielt. Eine Aufgabe, die durchaus anspruchsvoll war, wie Jonathan Flamboe verriet: „Ich interessiere mich sehr für Lego, aber die Programmierung der Roboter ist schon schwierig.“ Dennoch war der Zehnjährige mit Feuereifer bei der Sache und erklärte, welche Aufgaben es zu erfüllen galt: „Der Roboter fährt an einem bestimmten Startpunkt los. Wenn er eine Markierung erreicht, dreht er sich um und drückt dann mit seinem Arm auf einen roten Knopf. Dadurch wird eine Rakete gestartet, die zur Mars-Station fliegt.“

Nathan Nern-Krieg ist bei der Kinder-Technikakademie schon fast ein alter Hase: „Ich bin zum dritten Mal dabei, weil ich mich sehr für Technik interessiere. Die ‚Mindstorms‘-Reihe von Lego finde ich super, ich hätte selbst gerne so einen Roboter zu Hause“, verriet der junge Einfelder, der sein Exemplar mit zehn verschiedenen Programmen ausgestattet hatte. 

Julia Gutbrod (10) aus Kiel nahm gemeinsam mit ihrem Bruder Michael (13) zum ersten Mal an der Aktion des Museums teil und war das einzige Mädchen in  der Vormittagsgruppe. „Viele andere in meinem Alter interessieren sich nicht für Technik, aber ich finde das total spannend und habe richtig Lust dazu“, sagte sie überzeugt.

Zum Abschluss der fünf Projekttage wurde es für die einzelnen Gruppen dann noch einmal ernst. Da sich die Kinder auf eigenen Wunsch einem Wettbewerb stellen wollten, traten sie mit ihren Robotern gestern Vormittag in Zweier-Teams gegeneinander an. Jeweils zwei Roboter befanden sich dabei in einem markierten Feld und mussten so programmiert werden, dass sie sich gegenseitig berühren – ohne den vorgegebenen Raum zu verlassen oder sich gegenseitig zu zerstören.

Pascal Loth war mit seinen Schützlingen am Ende äußerst zufrieden: „Es ist nicht einfach, so eine komplexe Aufgabe innerhalb weniger Tage zu lösen. Dafür muss der Roboter oft umgebaut werden, das ist den Kindern gut gelungen.“

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erstellt am 08.Aug.2015 | 09:00 Uhr

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