Neumünster : Einkaufszentrum mit Backsteinfassade

Der Plan für den neuen Gänsemarkt: Hier ist eine Außen-Gastronomie mit Grünflächen und Holzdecks geplant. Links ist die Commerzbank zu sehen, unten das Center mit dem Haupteingang. Foto: ECE
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Der Plan für den neuen Gänsemarkt: Hier ist eine Außen-Gastronomie mit Grünflächen und Holzdecks geplant. Links ist die Commerzbank zu sehen, unten das Center mit dem Haupteingang. Foto: ECE

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26. Februar 2013, 10:02 Uhr

Neumünster | Ursprünglich sollte die neue Holsten-Galerie, das Einkaufszentrum in der Innenstadt, ganz anders aussehen. Aber nach vielen Gesprächsrunden mit der Stadtverwaltung haben die Architekten der Investorengemeinschaft von ECE und HBB manches überarbeitet. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras hatte am Freitag den Vertragsentwurf vorgestellt, den die Stadt mit den Investoren schließen will. Den Vertrag und den dazugehörigen Bebauungsplan müssen die städtischen Gremien allerdings noch beschließen (der Courier berichtete).

Auf Wunsch der Stadt und besonders des Denkmalschutzes soll das Center nach aktuellem Planungsstand rein optisch stärker an den Ist-Zustand erinnern. So soll die Front zur Kaiserstraße hin wieder eine Backsteinfassade bekommen, ähnlich wie jetzt die Sager-Fabrik. Am Teich soll es aussehen, als wären es mehrere Baukörper - so wie das Courier-Haus, die alte Dresdner Bank, das Hotelchen und das kleinere Bürogebäude. Sie alle sollen abgerissen werden. "Die Front zum Teich ist auch eine Verbeugung der Investoren vor dem Courier-Haus. Das ist ein eingetragenes Kulturdenkmal, steht aber nicht unter einem besonderen Schutz", sagte OB Tauras.

Haupteingänge wird das Center am Gänsemarkt und am Busbahnhof bekommen, Nebeneingänge an der Fabrik- und der Kaiserstraße. Das Verkehrskonzept wird nach dem Willen der Stadtverwaltung zurückgestellt - und damit auch die Frage, ob der Großflecken für den Durchgangsverkehr gesperrt wird. Tauras: "Damit können wir uns noch Zeit lassen bis März 2014."

Die Investoren haben sich verpflichtet, maximal 50 Prozent der Fläche an Geschäfte zu vermieten, die bereits in Neumünster vertreten sind. Damit soll einem zu starken Sog des Centers und zu vielen Leerständen in der Innenstadt entgegengewirkt werden.
Die Linkspartei teilte gestern mit, sie bleibe bei ihrer generellen Ablehnung eines Centers in der Innenstadt. Sie befürchtet eine "Verödung der Innenstadt, Lärm und Staubbelästigungen, besonders durc"h eine nächtliche Anlieferung durch Lkw". Die Linke bezweifelt auch, dass es bei Kosten von 1,3 Millionen Euro für die Stadt bleibt. "Das neue Gefahrenabwehrzentrum wurde mit 9,3 Millionen geplant, kosten wird es 13,4 Millionen. So wird es mit dem EKZ auch kommen", teilte der Kreisvorsitzende Jonny Griese mit.

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