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Jubiläum im Museum : Eingetaucht in die Welt der Weber

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zehn Jahre Museum Tuch + Technik: Festakt und Aktionsmarkt lockten mehr als 1800 Interessierte. 32 Aussteller präsentierten ihre Handarbeit.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Licht, Klang, Kunst und klappernde Maschinen: Zum zehnjährigen Jubiläum des Museums Tuch + Technik bummelten am Wochenende nicht nur mehr als 1500 Besucher über den weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannten Webermarkt. Bereits am Freitagabend hatten sich zum Festakt rund 350 Besucher im Theater der Stadthalle eingefunden (der Courier berichtete).

Nach den Grußworten von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras, der Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger sowie von Direktorin Astrid Frevert wurden die Gäste als Höhepunkt dabei mit der Aufführung der Komposition „TuchTechnik – LichtKlang“ in abstrakte Sphären aus farbigem Licht und berührender Musik entführt.

Die Künstlerin Gisela Meyer-Hahn und der Cellist Sonny Thet hatten dazu ein Konzept entworfen, in dem sich auch Fragmente aus der Geschichte des Museums wiederfanden. Und am Ende bewies dann auch der lautstarke Applaus, dass es den Akteuren mit ihrem Werk auf beeindruckende Art gelungen war, die emotionale Bindung der Neumünsteraner an ihre Geschichte als Weberstadt wiederzugeben.

Der Sonnabend und Sonntag gehörten schließlich wieder den Liebhabern hochwertiger Handwerkskunst sowie den Freunden der Technik. 32 Aussteller präsentierten ihre individuellen, meist handgefertigten Kreationen aus schimmernder Seide, feinem Leder, weichen Wollstoffen und rustikalen Leinen- und Baumwollgeweben. Richtig wohl fühlte sich hier unter anderem auch Anne Rengstorf (60), die extra aus Goslar angereist war, um sich mit den Fachleuten auszutauschen. „Eine solche Qualität sieht man sonst nirgends. Außerdem macht es natürlich großen Spaß, diese Vielfalt an Ideen zu bestaunen“, freute sich die gelernte Weberin.

Auf großes Interesse stießen jedoch ebenso die Vorführungen der historischen Maschinen, die mit teils ohrenbetäubendem Geklapper die Besucher in die Zeit der Industrialisierung zurückversetzten. Beeindruckt von den großen Webstühlen und komplizierten Gerätschaften zur Garnherstellung zeigte sich Wolfgang Binder (48) aus Elmshorn. „Ich bin selbst Mechaniker, und ich bin total fasziniert, wie die Konstrukteure schon damals die hohen Anforderungen an die Technik umgesetzt haben. Denn für den reibungslosen Ablauf muss ja jedes Detail exakt vorgedacht sein“, erklärte er voller Bewunderung.

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