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Freiwillige Feuerwehr : Einfelder übersetzte 60 Jahre Feuerwehrgeschichte

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Horst Hamann übersetzte die Protokolle aus dem Gründungsjahr 1887 bis 1947 ins Leserliche. Detlef Tanneberger wurde geehrt.

shz.de von
erstellt am 07.Mär.2016 | 08:15 Uhr

Neumünster | Die Freiwillige Feuerwehr Einfeld ist die Wehr im Stadtverband, der die meisten ehemaligen Berufsfeuerwehrleute angehören. Einer von ihnen ist Detlef Tanneberger. Am Freitag bekam er für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft das Brandschutzehrenzeichen in Gold am Bande überreicht. „Dass ich meinen ehemaligen Chef auszeichnen darf, freut mich ganz besonders und ist mir wirklich eine große Ehre“, sagte Rainer Scheele, Vize-Chef der Berufsfeuerwehr.

Bevor verdiente Kameraden geehrt wurden, blickte Wehrführer Jens Stäcker auf das vergangene Jahr. Bei der nördlichsten Wehr im Stadtverband blieb es ruhig. Zehn Einsätze gab es, darunter Brände, Sturmeinsätze und einen Einsatz mit dem Stichwort „Essen auf dem Herd“ beschäftigte die Kameraden 2015. „Wenn Essen auf dem Herd brennt, führt es nicht selten dazu, dass wir Menschen mit Rauchgasvergiftungen retten müssen“, sagte Scheele und wies abermals auf die Wichtigkeit von Heimrauchmeldern hin. „Wir haben eine sehr geringe Zahl an Fehlalarmierungen durch Heimrauchmelder“, so der Berufsfeuerwehrmann.

Den Zustand der Fahrzeuge und des Feuerwehrhauses bezeichnete Wehrführer Stäcker als „gut“. In punkto Jugendfeuerwehr und Frauen in der Wehr zeigte er sich längst nicht mehr so ablehnend, wie in vergangenen Jahren. Es lägen jedoch bislang keine Bewerbungen von Frauen vor. Und an der Etablierung einer Jugendwehr werde gearbeitet. „Uns fehlt es an Kameraden, die die Betreuung der Jugendlichen zusätzlich zum Dienst übernehmen wollen“, so Stäcker.

Die Flüchtlingssituation griff Stadtteilvorsteher Sven Radestock in seinem Grußwort auf. „Spätestens mit Beginn des neuen Jahres werden neue Bürger auch nach Einfeld kommen“, sagte er. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Einfelder die neue Situation gut meistern werden. „Ich setze dabei auch auf die Feuerwehr, die dadurch auch neue Mitglieder gewinnen kann. “

Eine Überraschung kam unter dem Punkt „Verschiedenes“. Mitglied Horst Hamann trat ans Mikro und präsentierte ein Buch, in dem er die Altprotokolle der Jahresversammlungen aus dem Gründungsjahr 1887 bis ins Jahr 1947 säuberlich und leserlich umgeschrieben hat. Vier Monate habe er täglich bis zu acht Stunden daran gearbeitet, erzählte Hamann.

Geehrt wurden: Daniel Marszalkowski (Traditionsabzeichen für herausragendes Engagement), Detlef Tanneberger (40 Jahre, Brandschutzehrenzeichen in Gold am Bande); Vize-Wehrführer Martin Pagels und Markus Schweede (beide 25 Jahre, Brandschutzehrenzeichen in Silber am Bande); Florian Bredfeldt und André Gernand (beide 20 Jahre). Wilhelm Dahmke, Konrad Mehrens und Hartwig Kröger wurden in die Ehrenabteilung überstellt. Befördert wurden: Carsten Zawadzky und Johannes Ziegenbein (beide Oberfeuerwehrmann) sowie Jan Christian Krüger (Hauptfeuerwehrmann). Vereidigt wurde Nick Bredfeldt.





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