zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

19. August 2017 | 15:52 Uhr

Einfeld vor ganz schwieriger Saison

vom

Fußball-Verbandsliga: Nach großem Aderlass geht es für den TSE wohl nur ums nackte Überleben / Trainer Willers: "Habe mir nichts vorzuwerfen"

Neumünster | Die abgelaufene Spielzeit verlief für den TS Einfeld eigentlich erfolgreich. Mit Platz 9 in der Verbandsliga Süd-West stellten die Schwarz-Weißen nach Regionalligist VfR und SH-Liga-Aufsteiger Polizei-SV Union die dritte Kraft in Fußball-Neumünster dar. Doch Zufriedenheit sollte nicht bei allen Beteiligten am Roschdohler Weg einkehren. Da offenbar viele Akteure mit der Arbeitsweise von Trainer Frank Willers nicht einverstanden waren, der Verein aber an ihm festhielt, strichen zum 1. Juli gleich mehrere Stammspieler die Segel am Einfelder See. Mit Dominik Ulrich, Daniel Bredfeldt, Patrick Hanka, Torben Czekay, Torben Schlotfeldt, Dennis Buhrmester und Jan-Mathis von Ahrentschildt zog es gleich sieben Leistungsträger weg - ein Aderlass sondergleichen. Der absolute Super-GAU konnte aber noch einmal verhindert werden und weitere Kicker mit Abwanderungsgedanken dank intensiver Gespräche der TSE-Verantwortlichen vom Verbleib überzeugt werden. Somit kamen die "Männer vom See" noch einmal darum herum, die Verbands- oder Kreisligamannschaft aufzulösen.

Willers selbst kann sich die Abwanderungswelle nicht erklären. "Ich weiß nicht, warum diese Spieler gegangen sind, und bin aus allen Wolken gefallen. Ich habe mir nichts vorzuwerfen." Den Schritt seines Co-Trainers Andreas Evers, der das Amt des Cheftrainers beim Kreisligisten SV Bönebüttel-Husberg übernommen hat, kann er dagegen verstehen. Schließlich habe dieser schon frühzeitig erklärt, dass die Funktion des Assistenten nicht sein "Ding" sei.

Der TSE geht mit dem dünnen Kader von nur 17 Spielern, von denen auch noch drei etatmäßig die Torhüterposition bekleiden, in die Saison. "Deshalb müssen wir auch eng mit unserer ,Zweiten zusammenarbeiten. Wenn alle Stricke reißen sollten, holen wir uns auch Akteure aus der dritten Mannschaft. Darüber sind wir uns im Verein einig. Wir helfen uns gegenseitig." Für die Winterwechselperiode hofft der Übungsleiter auf zumindest aber zwei bis drei Neuzugänge.

Sportlich geht es für Einfeld einzig und allein gegen den Abstieg. Darüber ist sich auch Willers im Klaren. Er betrachtet dieses Unterfangen aber keinesfalls als unmöglich: "Wir sind durch die Abgänge sicher eine ,Wundertüte und müssen sehen, wie wir uns fangen. Das Ziel heißt ganz klar ,Nichtabstieg. Wenn wir von Verletzungen und Platzverweisen einigermaßen verschont bleiben, glaube ich, dass wir die Klasse halten. Das Potenzial ist vorhanden." Taktisch will der 50-Jährige trotz der Abgänge nichts ändern und am bewährten System des Vorjahres festhalten.

TS Einfeld 2013/14TS Einfeld 2013/14Zugänge: Marco Stojanovic (SV Tungendorf), Stefan Behmerburg, Timo Schümann (beide SV Wasbek), Phillipp Hnida, Björn Hoeck, Tim Rei necke (alle eigene Reserve).

Abgänge: Dominik Ulrich (Polizei-SV Union), Daniel Bredfeldt (TSV Bordesholm), Patrick Hanka (MTSV Olympia), Torben Czekay, Torben Schlotfeldt (beide SV Tungendorf), Dennis Buhrmester, Jan-Mathis von Ahrentschildt (beide SV Husberg).

Kader: 17 Spieler - Tor: Stefan Behmerburg (25), Marco Stojanovic (39), René Wilhelmsen (21).

Abwehr: Tommy Sietmann (24), Jan Milbradt (26), André Robold (25), Kevin Tegge (21), Tim Rei necke (20).

Mittelfeld: Mirko Milbradt (20), Dennis Hinz (24), Timo Schümann (24), Muhammed Yildirim (32), Björn Ole Peters (20), Philipp Hnida (19).

Angriff: Patrick Wulf (26), Björn Hoeck (21), Sascha Mömmert (30).

Durchschnittsalter: 24,5 Jahre.

Trainer: Frank Willers (50) im zweiten Jahr.

Co-Trainer: vakant.

Torwarttrainer: Peter Reichow (54).

Betreuer: Carsten Ausborn (41), Dennis Kröger.

Physiotherapeut: Alfred Küster (59).

Obmann: Hermann Scheel (60).

Ligamanager: Benjamin Kröger (27).

Saisonziel: Klassenerhalt.

Titelfavorit: SV Henstedt-Ulzburg.

Trainingsstart: war am 10. Juli.

Vorbereitungsprogramm (Ergebnisse aus Einfelder Sicht): VfL Kellinghusen (A/4:5), Boostedt (Kreispokal-Achtelfinale, A/5:3), Husberg (Kreispokal-Viertelfinale, A/3:1 n. V.), Ruthenberger SV (H/0:1), Olympia (Kreispokal-Halbfinale, H/0:2), VfR Laboe (H/wegen Gewitters abgebrochen).

Saisonstart: Rot-Weiß Kiebitzreihe (A/Mittwoch, 14. August, 15 Uhr).

Courier-Prognose: Für Einfeld wird es ganz eng. Kommen im Winter keine Verstärkungen, geht es in die Kreisliga hinunter.

zur Startseite

von
erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen