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Holsteinischer Courier

14. Dezember 2017 | 22:11 Uhr

Einfeld: Baupläne fallen durch

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadtteilbeirat lehnt Hinterlandbebauung zwischen Kreuzkamp und Stubbenkammer ab

von
erstellt am 25.Mär.2015 | 14:32 Uhr

„Mit den Planungen der Stadt sind wir so nicht einverstanden“, konstatierte Sven Radestock am Dienstagabend während der Stadtteilbeiratssitzung in der voll besetzten Mensa des Einfelder Schulzentrums. Die ablehnende Haltung des Beirates bezog sich auf Entwürfe der Stadt, nach denen Gartenland zwischen Kreuzkamp und Stubbenkammer in Bauland umgewandelt werden soll.

Laut städtischer Planung würde ein rund 35 000 Quadratmeter großes Baugebiet entstehen. Der Anteil seniorengerechter Wohnungen, die von vielen Einfeldern gewünscht werden, soll nach dem Entwurf 25 Prozent betragen. „Analysen haben ergeben, dass das Gebiet nur ,mäßig seniorengerecht‘ ist“, berichtete Radestock. Apotheken, Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten seien zu weit entfernt, so der Stadtteilvorsteher. Es sei aber vor allem das Umlageverfahren, das den Stadtteilbeirat dazu bewogen habe, das Vorhaben abzulehnen.

Laut Radestock berge es zu viele Unsicherheiten: „Wir wissen bis zum Ende des Verfahrens nicht, wie viele Anwohner zustimmen werden. Außerdem ist die Zuwegung schwierig. Mehrere Grundeigentümer haben diesbezüglich bereits Einspruch eingelegt. Wie viel Fläche am Ende tatsächlich für bezahlbaren barrierefreien Wohnraum zur Verfügung steht, bleibt offen“, so Radestock. Unter solchen Voraussetzungen werde es schwierig, einen Investor zu finden.

Einstimmig beschloss der Beirat deshalb in einer Vorlage an die Stadt, die Planungen in der vorliegenden Form nicht weiter zu verfolgen und dankte für die Bedarfsermittlung.

Grundsätzlich kann die Verwaltung ihre Planungen auch ungeachtet der Ablehnung durch den Stadtteilbeirat fortsetzen, das würde aber „einen massiven Vertrauensverlust“ nach sich ziehen, stellte der Beirat vorsorglich klar. In ihrem ersten Anschreiben an die Anwohner hatte die Stadtverwaltung nämlich ausdrücklich darauf hingewiesen, die ersten Vorplanungen nur auf Wunsch des Stadtteilbeirates vorzunehmen.

Zum Tagesordnungspunkt „Problem-Punkte-Tour 2015“ sind bereits 25 Mängel bei den Stadtteilbeiräten eingetroffen. Der marode Zustand einiger Bänke am Einfelder See, fehlende Mülleimer, sowie zugewachsene Wege und verschiedene Probleme bei der Verkehrsführung stehen bereits auf der Liste.

Nach den Osterferien haben die Einfelder die Möglichkeit, sämtliche Punkte bei einer Fahrradtour mit der ortsansässigen Polizei in Augenschein zu nehmen. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.

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