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Interview : „Einen Apple-Store möchte jeder gern“

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Joanna Fisher, bei ECE die Geschäftsführerin für das Center-Management, beantwortet Fragen zur Holsten-Galerie.

Neumünster | Joanna Fisher ist bei ECE die Geschäftsführerin für das Center-Management. Sie erklärt im Courier-Interview, warum sie an einen Erfolg der Holsten-Galerie glaubt.

Courier: Als 2007 die ersten Gerüchte aufkamen, ECE wolle in Neumünster ein Center bauen, winkten viele Fachleute ab. Neumünster sei viel zu klein. Ist es das?

Joanna Fisher: Nein, wir sind bereits mit Erfolg in viel kleineren Städten vertreten, nehmen Sie Bautzen oder Hameln. Wir schauen uns ganz genau an, wie groß das Einzugsgebiet ist – hier sind es etwa 370 000 Menschen. Auch die Struktur der Stadt, des bestehenden Handels, die Erreichbarkeit und viele weitere Kennziffern spielen eine Rolle. Alles das hat uns zu der Überzeugung gebracht, dass Neumünster wirklich ein guter Standort für uns sein kann.

Glauben Sie, dass das Center von Anfang an läuft?

Um die ersten Tage mache ich mir überhaupt keine Gedanken; da ist die Neugier einfach groß. Dann kommen Herbst und Weihnachtszeit, das ist ohnehin die beste Zeit des Jahres für den Handel. Die Wahrheit kommt dann im nächsten Jahr. Das schauen wir uns genau an.

Können Sie verstehen, dass der bestehende Handel etwas ängstlich auf die Galerie wartet?

Natürlich kann ich das verstehen, das ist doch normal. Aber wir sehen uns immer als Teil der Innenstadt. Wir möchten zusammen mit der Stadt Neumünster, dem Citymanagement und den Kollegen aus dem Handel die Innenstadt entwickeln, Aktivitäten entfalten. Allein können und wollen wir das nicht. Wir sehen es eher so, dass wir zusammen gegen den Onlinehandel bestehen müssen. Aber das müssen die Händler vor Ort natürlich auch wollen.

Viele Neumünsteraner vermissen im Center so Firmennamen wie Apple, Starbucks oder Juwelier Christ.

Einen Apple-Store möchte jeder gern, aber man muss realistisch bleiben. Ich finde den Besatz in der Holsten-Galerie sehr stimmig. Er liegt im mittleren Segment, ist konsumig und passend. Und bei Juwelieren ist Neumünster schon sehr gut aufgestellt.

Wie sehen Sie die Konkurrenz zum Designer Outlet?

Das ist ein starker Wettbewerber. Aber er ist ganz anders aufgestellt als wir und hat eine andere Kundschaft aus einer viel größeren Region im Blick.

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erstellt am 15.Okt.2015 | 12:00 Uhr

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