Ausstellung : Eine Welt der Traum-Skulpturen

Witzig: Dr. Peter Bergmann zeigt seine Skulptur „Fischkopf“ – dank Schnäuzer und Nase ist eine Ähnlichkeit erkennbar. Seine Ausstellung „Traum & Wirklichkeit“ wird in der Bürgergalerie gezeigt.
Witzig: Dr. Peter Bergmann zeigt seine Skulptur „Fischkopf“ – dank Schnäuzer und Nase ist eine Ähnlichkeit erkennbar. Seine Ausstellung „Traum & Wirklichkeit“ wird in der Bürgergalerie gezeigt.

Ab Freitag, 5. Mai, zeigt Dr. Peter Bergmann 40 Objekte in der Bürgergalerie unter dem Motto „Traum & Wirklichkeit“

shz.de von
03. Mai 2017, 12:00 Uhr

Neumünster | Farbig bemalte, manchmal seltsam anmutende Skulpturen sind ab Freitag, 5. Mai, in der Bürgergalerie an der Esplanade zu sehen: Der Künstler Dr. Peter Bergmann aus Kitzeberg zeigt dort unter dem Titel „Traum & Wirklichkeit“ 40 seiner ungewöhnlichen Werke aus Holz, Stahl, Beton und Keramik. Eröffnet wird die Ausstellung um 19 Uhr.

„Die Ideen sind in mir, das sind meine Träume. Ich habe eine gewisse Nähe zum Surrealismus. Meine Kunst sind verwirklichte Träume“, sagt der 76-Jährige, der 36 Jahre als Zahnarzt arbeitete und sich seit elf Jahren verstärkt der Kunst zuwendet. 20 Jahre war der gebürtige Ostpreuße, der in Eutin aufwuchs, Kurator für Ausstellungen im Neuen Botanischen Garten in Kiel und kam über den Kontakt zu Wilhelm Bühse, dem Kunstpädagogen der Gerisch-Stiftung, zum Material Beton – manche seiner Skulpturen sind 20 Kilogramm schwer oder noch mehr.

Jedes Werk erzählt seine eigene Geschichte. „Der beflügelte Mozart“ zeigt Mozart (aus Beton) mit riesigen Flügeln, auf denen die Originalnoten seiner Oper „Die Zauberflöte“ eingeritzt sind; ihm zu Füßen sitzen eine fröhliche Papagena und ein betrübter Papageno. „Ich stelle Stelen auf, umhülle sie mit Draht und Folie, forme verschiedene Zementsorten darum. Die Formen modelliere ich sauber und schleife sie abschließend mit Sandpapier fein ab“, erklärt er das Handwerkliche.

Die Figur „Alien“ ist erst vor drei Tagen entstanden – „das sind meine eigenen Farbfantasien“. Seine Figur „Familiengeschichte“ erzählt mit verschlüsselten Zeichen aus seinem eigenen Leben. Das Paar „Kranz für Vergangenes“ und „Kranz des Lebens“ illustriert mit düsteren oder bunten Farben und Figuren den Tod, die Verwesung und auf der anderen Seite das Schöne, den Tanz und die Lebensfreude. Andere Skulpturen sind aus Holz – und manchmal auch in drei verschiedenen Positionen wie eine Wendejacke aufzustellen. Die Ausstellung ist bis zum 9. Juni zu sehen (mittwochs bis sonnabends von 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung).

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