Bordesholm : Eine Urkunde für die Freundschaft

Der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Manfred Osbahr (links) und Bürgermeister Helmut Tiede zeigen die Urkunde und die Medaille, die sie für ihr städtepartnerschaftliches Engagement erhalten haben.
Der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Manfred Osbahr (links) und Bürgermeister Helmut Tiede zeigen die Urkunde und die Medaille, die sie für ihr städtepartnerschaftliches Engagement erhalten haben.

Bordesholm wurde für sein Projekt mit der befreundeten lettischen Stadt Kekava vom Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (IPZ) geehrt.

shz.de von
03. Juli 2015, 07:45 Uhr

Bordesholm | Eine 22-jährige Freundschaft ist an sich schon beachtlich. Wenn diese dann auch noch offiziell gewürdigt wird, ist das etwas ganz Besonderes. Jetzt wurde Bordesholm für sein Projekt mit der befreundeten lettischen Stadt Kekava vom Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (IPZ) geehrt.

Die Institutsleiterin Marijke Mulder beurteilte das Freundschaftsprojekt aus dem letzten Jahr als „ein exzellentes Beispiel“ dafür, wie der „wachsenden Europaskepsis“ begegnet werden kann. Besonders lobte sie die gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Zweiten Weltkrieg.

60 Besucher, unter anderem auch eine Delegation aus Kekava und der polnischen Stadt Gostyn waren dabei, als im Savoy-Kino eine Urkunde und eine Medaille verliehen wurden. Auch zu Gostyn pflegt Bordesholm eine partnerstädtische Freundschaft.

Im letzten Jahr waren Vertreter beider Städte zu Besuch in Bordesholm und arbeiteten zusammen unter dem Motto „Gemeinsame Wurzeln – gemeinsame Stärken“ die Geschichte auf. So besuchten die Teilnehmer unter anderem das ehemalige Konzentrationslager Neuengamme und trafen Zeitzeugen. „Es war trotz der Schattenseiten, die unsere Vergangenheit geprägt haben, eine vergnügliche Arbeit“, meinte Bürgermeister Helmut Tiede in seiner Ansprache.

Manfred Osbahr, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, verteilte Wurzelstücke eines Bordesholmer Baums: „Die Wurzel ist ein wunderbares Bild für Verlässlichkeit, Standhaftigkeit aber auch für Kraft. Seien wir weiterhin gemeinsame Wurzeln eines gemeinsamen Lebensbaumes.“

Für die musikalische Unterhaltung der Feier sorgte ein Damenquintett aus Gostyn, und nach dem Film „5,1 Kilometer – Ein See und seine Menschen“ von Elsabe Gläßel wurde zu einem Imbiss gebeten.

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