zur Navigation springen

Gemeinschaftsschule Brachenfeld : Eine Schule sucht ihren Namen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die frühere IGS Brachenfeld ist mit der vom Ministerium verordneten Bezeichnung nicht glücklich. Die Ratsversammlung muss zustimmen

von
erstellt am 05.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Neumünster | Im Verständnis fast aller Schüler und Lehrer sowie der meisten Neumünsteraner ist sie immer noch die IGS Brachenfeld. Doch so darf die ehemalige Integrierte Gesamtschule und heutige Gemeinschaftsschule nicht mehr heißen. Daher wird am Pestalozziweg jetzt ein ganz neuer Name gesucht. Das bestätigte der stellvertretende Schulleiter Jürgen Tetzner.

Dabei kursieren schon einige Vorschläge, darunter auch eine Benennung nach Marie Carstens. Die Sozialdemokratin war 1919 die erste Ratsfrau im Neumünsteraner Rathaus. Doch zu konkreten Namen mochte noch niemand an der Schule etwas sagen. Offiziell heißt sie „Gemeinschaftsschule Neumünster-Brachenfeld mit gymnasialer Oberstufe“ – doch das ist für Tetzner „kein Name, sondern eine Zustandsbeschreibung“.

Eigentlich wollten Stadt und Schulkonferenz das Kürzel und Markenzeichen IGS in der neuen Lesart „Integrierende Gemeinschaftsschule“ unbedingt erhalten. Doch da spielte das Bildungsministerium nicht mit und untersagte den Namenszusatz wegen möglicher Irrtümer über die Schulart. Die Stadt zog dagegen juristisch zu Felde, unterlag aber auch in zweiter Instanz vor dem Oberverwaltungsgericht.

Bei der Namensfindung stehe man ganz am Anfang. Bis zu einem Beschluss der Schulkonferenz ist es noch ein weiter Weg. „Wir wollen uns aktiv damit auseinander setzen und erstmal schauen: Was wollen wir selbst?“, sagte Schulleiterin Silke Rohwer: „Wichtig ist, dass wir einvernehmlich eine Lösung bekommen, mit der alle zufrieden sind.“

Bei der Stadt wusste man bis dato noch gar nichts von der Suche nach einem neuen Schulnamen. „Dass sich die Schule Gedanken macht, ist vollkommen legitim“, sagte Schuldezernent Günter Humpe-Waßmuth. Der Name sei ein wichtiger Punkt für das Selbstverständnis einer Schule. Humpe-Waßmuth findet es deswegen nachvollziehbar, dass die Schule einen „identitätsstiftenden Namen“ sucht. Für den Stadtrat ist aber klar: „Das ist die Hoheitspolitik der Ratsversammlung.“

Fachdienstleiterin Gabriele Bartelheimer erklärte das Verfahren. Laut Schulgesetz hat die Schulkonferenz ein Vorschlagsrecht. Die Stadt/die Ratsversammlung muss den Vorschlag dem Bildungsministerium anzeigen. Dort wird dann geprüft, ob der Name zu Irrtümern oder Verwechslungen führen könnte. Für den stellvertretenden Schulleiter Tetzner ist das Verfahren transparent. Er persönlich glaubt aber nicht, dass es mit dem neuen Namen noch in diesem Schuljahr etwas wird.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen