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Holsteinischer Courier

16. Dezember 2017 | 05:03 Uhr

Eine Rallye zur Versorgung der Künstler

vom

Das große Sängerfest und der Umbau der Holstenhallen stellt den Festival-Beirat auf eine harte Probe / 250 Sänger wollen umsorgt werden

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Neumünster | Die Aufregung steigt: Rund 250 Sänger aus sieben Profi-Chören will der US-amerikanische Komponist und Star-Dirigent Eric Whitacre morgen Abend beim zweiten großen SHMF-Konzert in der Holstenhalle zu einem einzigen Riesenchor verschmelzen - möglicherweise auch mit dem Publikum der dann hoffentlich voll besetzten Halle 5.

Das bislang einmalige "Sängerfest" treibt auch bei den Mitgliedern des lokalen Festival-Beirats den Puls in die Höhe - obwohl die wenig Gelegenheit haben werden, aktiv mitzusingen oder auch nur länger zu lauschen: Mehr denn je werden sie hinter der Bühne als hilfreiche Engel bei der Umsorgung der Aktiven gefragt seien. "Das ist für uns schon eine besondere Herausforderung", räumt Heide Mader ein, die sich sonst nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt. Üblicherweise umsorgen sie und ihre Beiratskollegen in Absprache mit den professionellen Betreuern der Künstler mal 60, bei größeren Konzerten auch schon einmal bis zu 120 aktive Künstler hinter den Kulissen. Diesmal sind es rund 250 - und das auch noch unter den widrigen Umständen einer Großbaustelle.

In der Tat ist das eine logistische He rausforderung, die auch kräftezehrend werden kann: Die ersten Gastmusiker, darunter auch ein Kinderchor, werden bereits gegen 13 Uhr erwartet, das Konzert beginnt um 20 Uhr in der Halle 5. Und nach dem Konzert ist erfahrungsgemäß lange noch nicht Schluss, weil sich das ehrenamtliche Team des Festivalbeirats eben auch dann noch für das Wohl der Gäste verantwortlich fühlt, wenn das Publikum längst wieder auf dem Heimweg ist. Auch Stars brauchen eine gewisse Zeit, um nach dem Auftritt in ihrer Garderobe wieder "runterzufahren" - wenn auch nicht alle so lang wie das extrovertierte Geigen-Genie Nigel Kennedy, der in der Holstenhalle auch schon mal bis 3 Uhr morgens feierte. Das dürfte diesmal mit Star-Dirigent Eric Whitacre und der Moderatorin Alida Gundlach nicht zu erwarten sein. Beide werden in unmittelbarer Nähe zur Halle 5 Einzelgarderoben beziehen, die vom Beirat noch mit Decken und Blumen etwas aufgehübscht werden.

In der Halle 4 läuft das Catering für das Publikum, die Halle 3 ist als Rückzugsraum für die 250 Sänger und Musiker reserviert. Fleißige Helfer haben dort inzwischen Tische und Stühle aufgebaut, sechs Kühlschränke angeschlossen und Geschirr in Kompaniestärke bereitgestellt. Die Crux: Weil es in der Halle keinen Wasseranschluss gibt, müssen die Helfer regelmäßig durch die Halle 4, um kanisterweise Nachschub für die Kaffeemaschinen zu besorgen. Weil der sonst benutzte Gastronomiebereich am anderen Ende des Holstenhallengeländes liegt und die große Kaffeemaschine dort fest eingebaut ist, arbeiten die Helfer mit drei kleineren Maschinen, die "wohl unentwegt laufen" werden, wie Heide Mader vermutet. Dennoch wird es einen Auto-Pendelverkehr zwischen Gastronomie und Halle 3 geben. "Alles, was nicht ausreichend da ist, müssen wir erst ranholen", sagt Mader: "Wir werden uns wohl Listen machen." Trotz aller Probleme hinter den Kulissen glaubt sie an ein Klassekonzert fürs Publikum: "Die Halle 5 ist auf jeden Fall kühler als die große Halle." Das dürfte den Besuchern am Sonnabend wirklich wichtig sein.

Für das Konzert "Songs of Change" (K 59) gibt es noch ausreichend Karten zum Einheitspreis von 35 Euro. Ticket-Hotline: 0431 /23 70 70.

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