Grossenaspe : Eine musikalische Reise auf der Orgel

Landeskirchendirektor  Hans-Jürgen Wulf (links) begrüßte den Initiator der Orgelkonzerte in Großenaspe, Ernst-Ulrich von Kameke.
Landeskirchendirektor Hans-Jürgen Wulf (links) begrüßte den Initiator der Orgelkonzerte in Großenaspe, Ernst-Ulrich von Kameke.

Der zwölfte Orgelzyklus in der Katharinenkirche in Großenaspe startete mit viel Erfolg.

shz.de von
16. Januar 2018, 15:54 Uhr

Grossenaspe | Mit einem gelungenen Auftakt begann der zwölfte Orgelzyklus in der Katharinenkirche in Großenaspe. Die Veranstaltung steht der diesem Jahr unter dem Motto „Orgel pur“.

Auch nach zwölf Jahren hat diese Reihe nichts von ihrer Anziehungskraft verloren und so lauschten 110 Besucher andächtig dem Auftaktkonzert von Hans-Jürgen Wulf, Landesmusikdirektor der Nordkirche. Bei der Planung der aktuellen Konzertreihe hatte sich Professor Ernst-Ulrich von Kameke ganz auf das Instrument „Orgel“ konzentriert.

„Die Orgel stellt mit ihrer Bandbreite und Klangvielfalt schon ein Orchester dar. Dieses Klangerlebnis sollten die Zuhörer einmal pur erfahren“, erklärt der bekannte Kirchenmusiker und Organist. Auch dieses Jahr folgen wieder hochkarätige Künstler seiner Einladung in die Katharinenkirche, deren hervorragende Akustik Ernst-Ulrich von Kameke von Anfang an begeisterte. Den Anfang machte Hans-Jürgen Wulf, der in seiner Begrüßungsrede die Zuhörer zu einer musikalischen Reise durch ein paar Jahrhunderte der Kirchenmusik einlud und auf die Klangvielfalt der Orgel hinwies.

Es folgte ein Konzert, in dem Hans-Jürgen Ulrich mit seinem Können die Klangvielfalt der Marcussen-Orgel demonstrierte, und die Zuhörer mit seinem virtuosen Spiel begeisterte. Die Bandbreite der Stücke reichte von klassischen Kirchenmusiken von Dietrich Buxtehude über Johann Sebastian Bach bis hin zu Stücken der Neuzeit von Denis Bédard. Getragene Kirchenmusik mit tiefen, basalen Tönen und leichte Musikstücke mit ganz hohen Klängen, die Assoziationen an Filmmusik weckten, zeigte eindrucksvoll, welche Vielfalt an an dem Großenasper Instrument möglich ist.

Die Zuhörer ließen sich in die Welt der Orgelmusik entführen und honorierten die fantastische Leistung des Künstlers mit großem Beifall.

Auch dieses Mal hat Ernst-Ulrich von Kameke bei der Wahl seiner Protagonisten ein gutes Gespür bewiesen, denn mit Hans-Jürgen Wulf hat er nicht nur einen hervorragenden Organisten und ausgewiesenen Experten für Kirchenmusik, sondern auch einen Botschafter für die Erhaltung des Kulturgutes „Kirchenmusik“ nach Großenaspe geholt.

Am 3. Februar folgt das zweite Konzert. Dann erwartet die Zuhörer ein interessantes Programm, unter anderem mit der Komposition „Paraphrase über das Scherzo d-Moll op. 65 von Max-Reger“ von Ernst-Ulrich von Kameke , das sowohl auf der Pfeifenorgel als auch auf der Digitalorgel, die mit drei Manualen und 60 Stimmen über eine größere Klangvielfalt verfügt, gespielt wird.

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