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sh:z-Vortragsreihe : Eine Lehrstunde in Menschenkenntnis

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gereon Jörn erklärte, wie man Persönlichkeits-Typen erkennt und versteht.

shz.de von
erstellt am 23.Apr.2015 | 07:00 Uhr

Neumünster | „Zielbewusst und aggressiv, reserviert und analytisch, mitfühlend und stur oder doch eher enthusiastisch und taktlos? Na, wie schätzen Sie sich ein?“ – Schwungvoll begrüßte Gereon Jörn am Dienstagabend 250 Gäste zum zweiten Set der Wissensimpulse, der Vortragsreihe des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags (sh:z).

„Ihr beruflicher und privater Erfolg wird davon abhängig sein, wie gut Sie mit Menschen klarkommen“, stellte der Kommunikationstrainer aus der Nähe von Wismar fest, „und dafür ist es unabdingbar, sich selbst einschätzen zu können“, sagte der Redner.

Diese Erkenntnis sei nicht neu, erklärte Jörn. Bereits 500 v. Chr. teilte der griechische Arzt Hippokrates die Menschen in vier Typen ein: den zielbewussten Choleriker, den reservierten Melancholiker, den mitfühlenden Phlegmatiker und den enthusiastischen Sanguiniker (heiterer, leichtsinniger Mensch). „Hippokrates machte die Unterteilung zur besseren Diagnostik, wir sollten sie nutzen, um mit anders tickenden Menschen klarzukommen“, stellte Gereon Jörn fest. „,Behandle andere so, wie du behandelt werden willst!‘ ist ein Trugschluss. ,Behandle andere so, wie sie behandelt werden wollen!‘ Das ist die Kunst“, sagte Jörn. Und damit das gelinge, müsse man immer das Lebensziel der einzelnen Typen kennen. „Der Choleriker strebt nach Veränderung und Dominanz, für den Melancholiker muss alles berechenbar sein, der Phlegmatiker sucht nach Harmonie und der Sanguiniker will Popularität und Bestätigung“, arbeitete der Kommunikationstrainer mittels Fragen an das Publikum und anschaulicher Beispiele während seines Vortrages heraus.

Interaktion mit den Gästen. Darauf legte Jörn während seiner anderthalbstündigen „Show“ großen Wert.

Und die dankten es ihm mit großer Aufmerksamkeit und vielen Lachern nach gekonnt vorgetragenen Anekdoten. Etwa, wenn er die Verkaufssituation in einer Bäckerei nachahmte: „Ein Kunde betritt den Laden. ,Ein Brot‘ verlangt er am Tresen. Kein ,Bitte‘, Kein ,Guten Tag‘. Als Verkäufer ahnen Sie bereits: Das muss ein Choleriker sein. Um auf Nummer sicher zu gehen, zeigen Sie ihm ein 375 Gramm schweres Brot zum Preis von 5 Euro und erwähnen, dass diese Sorte nur von Kennern gekauft werde. Kurzes Stutzen, dann die Antwort: „Zwei!“. Nun können Sie sicher sein: Vor Ihnen steht ein wetteifernder Choleriker, und Sie können das Verkaufsgespräch dementsprechend gestalten“, erläuterte Jörn.

Mit anschaulichen Beispielen wie diesem unterhielt Gereon Jörn sein begeistertes Publikum während der gesamten Veranstaltung. Einfach verständliche Grafiken, per Beamer an die Wand projiziert, veranschaulichten die vielen Informationen. Choleriker, Melancholiker, Phlegmatiker und Sanguiniker waren jeweils durch verschiedenfarbige Männchen dargestellt. „Jeder von Ihnen trägt Anteile der verschiedenen Typen in sich. Wir sind alle bunt. Versuchen Sie das zu beherzigen, dann können Sie Ihr Gegenüber ganz schnell einschätzen.“

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