zur Navigation springen

Rabatte für Helfer : Eine Karte als Dank fürs Ehrenamt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Stadtfeuerwehrverband führt als erster im Land die Ehrenamtskarte ein, mit der aktive und Ehrenmitglieder Vergünstigungen erhalten.

shz.de von
erstellt am 22.Mär.2016 | 08:00 Uhr

Neumünster | Die derzeit 374 aktiven ehrenamtlichen Helfer der sieben Freiwilligen Wehren, des Katastrophenschutzes und der Regie-Einheit in der Stadt bekommen ab sofort in über 50 Geschäften in Neumünster sowie in fast allen Läden des Designer-Outlet-Centers (DOC) Vergünstigungen und Rabatte von bis zu 20 Prozent. Nach über drei Jahren Vorbereitung und intensiver Sponsorensuche von zahlreichen Mitgliedern stellte der Vorsitzende vom Förderverein des Stadtfeuerwehrverbandes, Peter Holtorf, gestern die neue Ehrenamtskarte im Scheckkartenformat vor. Landesweit ist der Stadtfeuerwehrverband der erste, der diese Karte in dieser Größenordnung einführt.

„Sie ist ein Dank und eine Anerkennung für den anstrengenden und zeitintensiven Einsatz der Helfer und soll auch ein deutlicher Anreiz sein, Mitglied bei der Feuerwehr oder im Katastrophenschutz zu werden“, sagte Stadtbrandmeister Dr. Klaus-Peter Jürgens, der symbolisch die erste Karte überreicht bekam. „Feuerwehrleute müssen bisher noch Geld für Sprit, die Renovierung der Wehrhäuser oder das Waschen der Dienstkleidung mitbringen. Nun bekommen sie auch mal etwas zurück“, betonte Peter Kleinjung, Pressewart des Verbandes.

Die Einführung ermöglicht hat neben der Sparkasse Südholstein vor allem der Landesfeuerwehrverband (LFV). Er gab fast 2000 Euro für den Kartendrucker. Das Geld stammt aus dem jährlich 60  000 Euro umfassenden Topf der Projektförderung, der aus der Glücksspielabgabe gespeist wird. Landesbrandmeister Detlef Radtke lobte die Karte gestern als „wirklich grandiose Idee“. Er freue sich über das Engagement an der Basis in Neumünster und rate auch den anderen Kreisen und Städten, dieses Projekt zu übernehmen. „Wir brauchen Nachwuchs, den wir mit solchen Marketing-Ideen werben können“, sagte Radtke zum Courier.

Die nicht übertragbare Karte mit Foto ist zunächst für fünf Jahre gültig und wird von den Wehr- oder Einheitsführern ausgegeben. Die Kartenempfänger müssen eine Erklärung unterschreiben, um Missbrauch zu verhindern. Wer die Wehr verlässt, muss die Karte zurückgeben. Alle teilnehmenden Geschäfte erhalten Aufsteller und Plakate und sind in einem Begleitheft sowie stets aktuell auf der Homepage des Stadtfeuerwehrverbandes (www.stfwv-nms.de) verzeichnet. „Wir sind sicher, dass wir noch deutlich mehr Geschäfte dazubekommen werden“, sagte Kleinjung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen