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Holsteinischer Courier

23. August 2017 | 14:30 Uhr

Kunstflecken : Eine Insel für Neumünster

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Freitag startet der Kunstflecken mit der Eröffnungsveranstaltung, der Art-Tour: Dann wird auf dem Teich die Installation eines Hamburger Künstlers offiziell präsentiert.

Neumünster | Lange machten die Organisatoren des Kunstfleckens ein Geheimnis daraus, welches Kunstwerk am Freitag zur Eröffnungsveranstaltung, der Art-Tour, am Teichufer präsentiert wird. Gestern brachte Sünne Höhn vom Kulturbüro ein wenig Licht ins Dunkel.

Es handelt sich um eine Installation des Hamburger Künstlers Swen Kählert, die den Namen „Das Besondere am Alltäglichen (Verkehrsfluss)“ trägt. Dahinter verbirgt sich eine Verkehrsinsel, die bis Mitte Oktober auf dem Teich schwimmen wird. Mit der früheren Kneipe „Duckstein-Insel“ hat sie aber nichts zu tun.

Hintergrund der Aktion ist vielmehr ein Kunstwettbewerb zum Thema „Temporäre Kunst im öffentlichen Raum“, der Anfang des Jahres vom Kulturbüro ausgeschrieben wurde. Die Teilnehmer hatten die Aufgabe, gewohnte Sichtweisen auf den öffentlichen Stadtraum mit den Mitteln der Kunst zu hinterfragen. „Die Jury hat mehr als 60 Einsendungen erhalten, sich am Ende aber einstimmig für den Entwurf von Swen Kählert entschieden. Er hat sich auf fantasievolle Weise mit der Situation in Neumünster auseinandergesetzt. Die Idee, dass unsere Stadt inmitten des Umbruchs eine Insel erhält, ist eine sehr schöne“, sagte Sünne Höhn.

Der Künstler selbst hat sich mit dem Thema seit Längerem auseinandergesetzt. „Wir benutzen Verkehrsinseln jeden Tag, aber wir nehmen sie gar nicht mehr richtig wahr. Meine Idee war, ein solches Objekt in eine andere Umgebung zu verpflanzen, damit es für die Menschen wieder sichtbar wird“, sagte der Architekt und gelernte Möbeltischler, der in den letzten Wochen einen Arbeitsplatz beim Technischen Betriebszentrum zum Werkeln nutzen durfte.

Die 4,5 x 9 Meter große Installation, die einem Floß ähnelt und nicht von Passanten betreten werden darf, wird von 16 Fässern im Wasser gehalten und mit verschiedenen Elementen versehen. Welche das sind, wollen Sünne Höhn und Swen Kählert noch nicht verraten, um die Spannung zu erhalten. Die Präsentation findet am Freitag um 19 Uhr statt. Treffpunkt für die Besucher ist die Brausebude auf dem Großflecken.

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erstellt am 02.Sep.2014 | 06:45 Uhr

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