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Adventslesungen : Eine innere Einkehr auf Plattdeutsch

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

300 Besucher genossen an insgesamt drei Nachmittagen besinnliche Stunden mit Adventslesungen und Musik im NBN-Studio

shz.de von
erstellt am 19.Dez.2016 | 09:00 Uhr

„Vörwiehnachtstied is de schönste Tied“ sang Birgitt Jürs in ihrem selbstgeschriebenen Begrüßungslied. Damit war das Motto der plattdeutschen Adventslesung „Wiehnachten bi de Nedderdütschen“ klar: Vorweihnachtszeit als Zeit der inneren Einkehr. Fünf Ensemblemitglieder der Niederdeutschen Bühne Neumünster (NBN) sowie Autorin Birgitt Jürs und Akkordeonistin Susanne Stejskal hatten Texte und Musik zum Thema mitgebracht und bescherten den 300 Gästen an drei Nachmittagen besinnliche Stunden im Studio-Theater.

Moderator Manfred Kaack rezitierte nachdenkliche Gedichte von Hermann Claudius und Rudolf Kienau, Erika Wittich erzählte vom kindlichen Staunen während ihres ersten Theaterbesuchs und brachte das Publikum mit Weihnachtsanekdoten von Gerd Spiekermann zum Schmunzeln. Ellen Hansen wusste eindringlich von den Katastrophen rund um „Dat Fondue“ zu berichten. Klaus Reumann ließ es wie gewohnt krachen. Seine Geschichte vom kleinen Hund „Buzi“, der bereits als Welpe durch akrobatisches Geschick hervortat – „Buzi konnte schon sehr früh auf drei Beinen stehen. Das vierte hob er dabei Richtung Wohnzimmerschrank“ – rief bei den Besuchern großes Gelächter hervor.

Über die „Wunschzeddel-Sorgen“ eines kleinen Nachbarjungen hatte sich Birgitt Jürs in ihrer selbst verfassten Geschichte Gedanken gemacht, in ihrem Lied „Wunschzeddel-Spezial“, stimmungsvoll begleitet von Susanne Stejskal auf dem Akkordeon, war der Wunsch klar: „...und bring mi to Wiehnachten doch endlich een Mann!“

Zu den Höhepunkten der gemütlichen Nachmittage gehörte die Geschichte „Tuunkönigs Leed“. Um seinem kleinen, verstorbenen Sohn nahe zu sein, treibt es den trauernden Vater an Weihnachten vor Schmerz auf den Friedhof. Choräle und die innere Stimme seines Sohnes spenden ihm Trost, „sein schweres Herz wurde etwas leichter, er verließ den Friedhof auf Weihnachten zu“. „Tuunkönigs Leed“ von Wolfgang Schütz verfasst und eindringlich zu leisen Akkordeonklängen vorgetragen, rührte das Publikum tief und rief noch einmal eindrucksvoll in Erinnerung, was wir an Weihnachten feiern: die Geburt Jesu Christi.

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