Eine Heimat verloren und eine gewonnen

Vertreter vom Bund der Vertriebenen und der  Landsmannschaften legten Blumen nieder (von links): Willi Treetzen, Ewald Wussow, Erwin Krüger, Georg Fellmann, Friedrich-Wilhelm Strohdiek, Herbert Möller und Nora Kawlath. Foto: Merz
Vertreter vom Bund der Vertriebenen und der Landsmannschaften legten Blumen nieder (von links): Willi Treetzen, Ewald Wussow, Erwin Krüger, Georg Fellmann, Friedrich-Wilhelm Strohdiek, Herbert Möller und Nora Kawlath. Foto: Merz

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03. August 2013, 05:59 Uhr

Neumünster | Genau vor 60 Jahren, am 2. August 1953, fand die erste Feierstunde der Heimatvertriebenen am Heldenhain (heute Friedenshain) statt. Feierlich wurden Steine mit Wappen und Namen, die an die Gebiete der ehemaligen Heimat im Osten erinnerten, übergeben. Seither pflegt der "Bund der Vertriebenen Neumünster - Vereinigte Landsmannschaften" (BDV) diesen Tag unmittelbar vor dem jährlichen Tag der Heimat, den die Landsmannschaften am Sonntag im Kiek In begehen. Gestern begrüßte der BDV-Kreisvorsitzende Willi Treetzen 20 Gäste zur Kranzniederlegung.

Treetzen erinnerte an den schweren Anfang der 6443 Flüchtlinge, die Neumünster 1946 zugewiesen wurden. Heute, so der Vorsitzende, "haben wir hier eine besonders schöne zweite Heimat gefunden". Er nannte 31 Straßennamen in der Stadt, die an ihre frühere Heimat erinnern. Treetzen sprach die Hoffnung aus, dass die Vertriebenen bald ihren "Tag der Charta der Heimatvertriebenen" als offiziellen Feiertag begehen können, dem Bundestag und Bundesrat schon zugestimmt hätten.

"Die Idee der Vertriebenen aufrecht zu halten", forderte Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek, denn aus "dem Rückblick in die Geschichte kann die Zukunft wachsen". Das sei auch deshalb notwendig, weil Kinder und Kindeskinder das Kulturgut nicht mehr annehmen würden.

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