Fussball-WM : Eine fußballverrückte Familie

Trööööt! Vater Marcel (von links) übt schon mal mit der Vuvuzela, Sohn Julien (6) und Tochter Yosefin (1) finden die Plastikklatschen toll. Mutter Marlen hat die große WM-Hand beschlagnahmt.
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Trööööt! Vater Marcel (von links) übt schon mal mit der Vuvuzela, Sohn Julien (6) und Tochter Yosefin (1) finden die Plastikklatschen toll. Mutter Marlen hat die große WM-Hand beschlagnahmt.

Bei den Arendts ist die ganze Wohnung in WM-Farben geschmückt / Auch die Kinder Julien Maximilian (6) und Yosefin Janett (1) fiebern mit

shz.de von
25. Juni 2014, 08:00 Uhr

Ja, fußballverrückt darf man sie getrost nennen. Familie Arendt steht zu ihrem WM-Fieber und zeigt das auch. Die ganze Wohnung ist in Schwarz-Rot-Gold geschmückt, Deutschland-Fahnen und Wimpel hängen an den Wänden, die Vuvuzela ist immer griffbereit. Marlen Arendt (39), ihr Mann Marcel (30) und die Kinder Julien Maximilian (6) und Yosefin Janett (1) tragen stolz ihr Fußball-Outfit – und fiebern der Partie Deutschland-USA am Donnerstag entgegen.

Mama und Papa haben Deutschlandhüte, die Kinder Kappen. Ein Set mit Untersetzern liegt auf dem Tisch, die Trinkflasche zieren Fußbälle.

Eine große Tröte für die Erwachsenen, eine kleine für die Kinder – wenn ein Tor fällt, wird mächtig Krach gemacht. Julien trägt das T-Shirt von Thomas Müller mit der Nummer 13, die Mutter Nummer die 10 von Lukas Podolski. Julien hat das offizielle WM-Sticker-Buch, eine Armkette in Schwarz-Rot-Gold, alle tragen Schweißbänder in den deutschen Farben. Auf Stirn und Wangen prangen Fahnen-Tattoos; Mutter Arendt hat die Fingernägel mit verschiedenen Fahnen lackiert, und aus dem Lautsprecher gibt es WM-Hits am laufenden Band wie „Ein Hoch auf uns“, „Wir holen den Pokal“ oder „United“. Für den Fall eines Tores jubelt es „Olé-olé-oléeee“ aus einem Megaphon, WM-Lollis und -Drops gibt es zum Naschen. Die kleine Yosefin hat ihren Spaß mit den bunten Plastik-Klatschen. Auf dem Balkon an der Noldestraße hängt eine Fahne, im Blumenkasten steckt ein schwarz-rot-goldenes Windspiel – mehr WM und Fußball geht fast nicht mehr.

Die Familie infiziert hat Marlen Arendt. „Ich habe schon immer mit meiner Mutter Birgit Gromotka Fußball geguckt. Es ist ein toller Sport mit Teamgeist, alle müssen zusammenhalten“, sagt die gelernte Kinderpflegerin und gebürtige Schwerinerin, die seit fünf Jahren in Ruthenberg lebt. Mit der bisherigen Leistung der deutschen Elf ist die Familie zufrieden, auch mit der „halben Niederlage“ gegen Ghana. „Sie haben sich zusammengerissen nach dem ersten Schreck“, sagt Marlen Arendt. Vater Marcel hatte es eigentlich nicht so mit Fußball: „Ich guck’s mit.“ „Aber er ist der Lauteste mit der Vuvuzela“, schmunzelt seine Frau. Sie alle setzen auf einen 1:0-Sieg gegen die USA, dass das „Schland“-Team ins Finale kommt und Weltmeister wird. Und falls nicht? „Wir schauen dann weiter Fußball und drücken den Holländern die Daumen. Die zeigen Leistung“, meint Vater Marcel.

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