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Niederdeutsche Bühne : Eine Frage des Alters bei der NBN

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Freitag ist Premiere der Komödie „Op ewig jung“. Regie führt nach zehn Jahren Pause „Altmeister“ Lothar Heinz

von
erstellt am 05.Nov.2014 | 10:00 Uhr

Neumünster | Die Niederdeutsche Bühne Neumünster (NBN) steht vor der Premiere ihres zweiten Stückes in dieser Spielzeit: Am Freitag, 7. November, hebt sich um 20 Uhr der Vorhang in der NBN-Studiobühne an der Klosterstraße 12. Gezeigt wird die Komödie „Op ewig jung“ (Für immer jung).

Darum geht es: Titania (gespielt von Renate Wedemeyer) hat als Opernsängerin triumphale Erfolge gefeiert, und sie hat den Zeitpunkt für ihren Rückzug von der Bühne selbst gewählt. Sie kann ihr Gegenüber schnell durchschauen, ist auf ihre Art sehr bodenständig und ohne jegliche Starallüren. Werner (Rolf Jungclaus) möchte dagegen mehr sein, als er ist, vor allem jung und dynamisch. Sein wahres Alter versucht er zu verbergen, indem er immer wieder vor allem sehr junge Geliebte hat. Beim Lebenstempo seiner derzeitigen Freundin Gaby (Jessica Gehrmann) kommt er allerdings reichlich aus der Puste – kein Wunder, ist das Mädchen doch erst Ende Zwanzig. Aber das ist für Werner keine Frage des Alters.

Werners bester Freund Tom (Heiner Lenz) scheint mit seinem Alter weniger zu hadern: Er sagt Werner auch immer wieder gerne mal die Meinung, aber scheinbar ohne großen Erfolg. Eines wird Werner, Tom und Titania im Laufe ihres Miteinanders klar: Auch wenn sie schon etwas älter sind, haben sie trotzdem ein Recht auf ihr eigenes Leben, auf Jung-Sein, auf Liebe.

Renate Wedemeyer hat selber die niederdeutsche Fassung dieser Komödie von Frank Pinkus geschrieben; sie kommt bei der NBN zur Erstaufführung.

Die Regie führt mit Lothar Heinz ein alter Bekannter: Er stand 1949 zum ersten Mal bei der NBN auf der Bühne und hat Neumünsters hochkarätige Kultur-Institution von 1960 bis 2004 geleitet. In den vergangenen zehn Jahren hat er sich verstärkt anderen Projekten gewidmet, aber nun führt er bei diesem Stück einmal wieder den Taktstock.

Die weiteren Aufführungen: 8. November (15 Uhr), 10. bis 12. November, 15. November (alle 20 Uhr), 16. November (16 Uhr, alle Studiobühne) sowie 13. und 14. November (20 Uhr, Theater in der Stadthalle). Eintrittskarten gibt es bei Auch & Kneidl sowie an der Abendkasse für 10 bis 12 Euro, Schüler und Studenten 5 Euro.

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