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Bilderschau : Eine Fotoreise zurück in die 1980er-Jahre

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Courier-Fotograf Joachim Krüger hat mit alten Schwarz-Weiß-Fotos experimentiert und mit ihnen dieselben Standorte noch einmal neu fotografiert.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2014 | 17:00 Uhr

Neumünster | Vor rund einem Vierteljahrhundert erlebte die Bahnhofstraße/ Ecke Kaiserstraße schon einmal groß angelegte Bau- und Abrissarbeiten. Nachdem das erste Bahnhofsgebäude von 1844 im Jahre 1974 durch einen Neubau ersetzt worden war, machte man sich Ende der 80er-Jahre daran, auch die restliche, aus dem 19. Jahrhundert stammende Bebauung auf der westlichen Straßenseite zu entfernen, um Platz für den neuen Busbahnhof zu gewinnen. Der Zob wurde auch verlegt, um die Umgestaltung des Großfleckens zu ermöglichen.

Viele Jahrzehnte lang waren die betroffenen Häuser eine „erste Adresse“ in Neumünster. Besonders imposant war das vierstöckige Eckhaus unmittelbar neben der stählernen Eisenbahnbrücke. Es wurde Anfang der 80er-Jahre durch ein Feuer schwer beschädigt und war danach nicht mehr bewohnbar. Eingangstür und Fenster wurden vernagelt, und das Haus verfiel immer mehr, bis ihm Bagger und Spitzhacke 1988 schließlich den Garaus machten.

Die Bus-Abbiegespur Richtung Färberstraße verläuft heute genau an dem einstigen Standort des Gebäudes. Das Sozialgebäude für die Busfahrer mit seinem Metalldach war das erste Bauwerk des neuen Zob, das im Sommer 1989 fertig war. Die Pflasterarbeiten und der Bau der Bussteige nahmen dann noch ein paar Monate in Anspruch. Kurz vor Weihnachten, am 21. Dezember 1989, konnte der neue Busbahnhof schließlich offiziell eröffnet werden.

Auf der Ostseite der Kaiserstraße stand zu dieser Zeit ein aus Betonfertigteilen errichteter Anbau der Sager-Fabrik. Von dort schloss sich bis zur katholischen Kirche eine Reihe von kleineren Wohn- und Handwerkerhäusern an. Viele ältere Neumünsteraner werden sich vor allem noch an das „Kolping-Haus“ in unmittelbarer Nachbarschaft von St.-Maria-Vicelin erinnern. Diese Gebäude verschwanden, als das „Sager-Viertel“ und der dazugehörige große Parkplatz entstanden.

Die Umgestaltung des Gänsemarktes hatte bereits 1982 begonnen. Bis dahin mündete die Kaiserstraße in die Kuhberg-Kreuzung, war aber als Einbahn in Richtung Bahnhof eingerichtet. Direkt vor dem Courier-Haus standen sechs schräg angeordnete Parkplätze zur Verfügung. An ihrer Stelle wuchsen dann die bekannten Backsteinmauern und Bänke aus dem Boden, der gesamte Platz erhielt eine passende Pflasterung, und als i-Tüpfelchen wurden die Gänseliesel und ihr Brunnen installiert.

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