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22. Oktober 2017 | 01:22 Uhr

Eine der jüngsten Wählerinnen

vom

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Neumünster | Sie dürfte eine der jüngsten Erstwählerinnen in der Stadt sein: Wenn am Sonntag, 26. Mai, die Wahllokale für die Kommunalwahl geöffnet werden, ist Luz Dary Pieper gerade mal seit zwei Tagen 16 Jahre alt. Und somit darf sie mitwählen. Ihre Wahlbenachrichtigung hält die Schülerin aus der Gartenstadt schon stolz in der Hand.

Wem sie an diesem Tag ihre Stimme geben wird, das weiß die 15-Jährige zurzeit noch nicht genau. "Ich überlege noch", sagt sie. Sie hat sich aber fest vorgenommen, noch Informationen zu sammeln. Auf Wahlveranstaltungen möchte sie allerdings nicht gehen. "Ich werde mit meinen Freunden und Eltern reden und mich über Computer, Fernsehen und Zeitungen informieren", meint sie.

Bisher fehlte Luz Dary schlichtweg die Zeit, sich genauer mit dem Thema auseinander zu setzen. In ihrer neunten Klasse an der Gemeinschaftsschule Einfeld hat sie zwar das Fach Wirtschaft und Politik, allerdings geht es dort im Moment mehr um die eigene Berufswahl. Darum war der Zeitplan der Jugendlichen gerade von Praktika und Bewerbungen bestimmt. Außerdem ließen Klassenarbeiten wenig Spielraum.

Trotzdem weiß Luz Dary durchaus, welche Themen ihr wichtig sind. "Die Politiker sollten schon dafür sorgen, dass es genug Ausbildungsplätze in der Region gibt", sagt die junge Neumünsteranerin. Sie selbst befasst sich schon länger mit ihrer beruflichen Zukunft. Sie hat schon ein Schulpraktikum in einem Dentallabor und ein freiwilliges Praktikum als tierärztliche Helferin während der Ferien gemacht. Mit Tieren würde sie besonders gern arbeiten. Die sind schon lange ihre Leidenschaft. Zum einen reitet sie regelmäßig in ihrer Freizeit, zum anderen kümmert sie sich intensiv um ihren Hund Yuma, einen Sheltie-Mix. Dem hat sie sogar schon einige Kunststücke beigebracht.

Aber die junge Erstwählerin hat noch andere Appelle an die Politiker: "Können die nicht mal dafür sorgen, dass in einer Stadt die beweglichen Ferientage an den Schulen gleich sind?", fragt sie. Denn jetzt im Mai hat ihr kleiner Bruder Justin (12) immer genau dann frei, wenn sie zur Schule muss und umgekehrt. "Für eine Familie ist das doch unpraktisch. Da kann man ja dann nichts zusammen machen", meint Luz Dary.

Der Wahltag wird aber auf alle Fälle zum Familientag. Zum Wahllokal in die Gartenstadtschule geht sie gemeinsam mit den Eltern.

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