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Holsteinischer Courier

18. November 2017 | 18:57 Uhr

Eine denkbar knappe Wahl

vom

Dr. Beatrix Klüver musste im Amtsausschuss Bornhöved den Chefposten an Knut Hamann abgeben

shz.de von
erstellt am 09.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Bornhöved/Trappenkamp | Fünf Jahre war die Tensfelder Bürgermeisterin Dr. Beatrix Klüver Frontfrau im Amtsausschuss Bornhöved. Jetzt wurde sie denkbar knapp von dem Gönnebeker Bürgermeister Knut Hamann abgelöst.

Die vergangenen fünf Jahre waren für die Ortspolitiker nicht immer einfach. "Sie haben durchaus ihre Spuren hinterlassen", meinte der Bornhöveder Jochen Hildebrandt zu seinem Abschied aus dem Ausschuss. Die Zeit nach der Fusion der Ämter Bornhöved und Trappenkamp sei anstrengend gewesen, die alte Harmonie im Amtsausschuss verloren gegangen. Trappenkamp in den Kreis der ehemaligen sieben Bornhöveder Amtsgemeinden zu integrieren und eine Gemeinschaft zu werden, sei ein zentraler Punkt der letzten fünf Jahre gewesen, meinte auch Beatrix Klüver im Rückblick auf ihre Amtszeit. Noch sei nicht alles vom Tisch. Mit der Gestaltung der Amtsumlage, der Ablaufstruktur im Amt, den Fragen nach Kostenreduzierung und Personalstrukturen gebe es noch genug zu tun. Hier fehle es auch noch an effektiven Vorschlägen aus den Ausschüssen, sagte Beatrix Klüver. Trotzdem hätte die Tensfelderin gern weiter gemacht. "Ich habe dieses Amt mit Freude ausgefüllt. Ihr habt die Wahl", meinte Klüver (Wählergemeinschaft Tensfeld) kurz vor der Entscheidung.

Doch bereits in den vorbereitenden Gesprächen zur Wahl hatte sich mit dem Gönnebeker Bürgermeister Knut Hamann (Wählergemeinschaft Gönnebek) ein Gegenkandidat abgezeichnet. In der Stimmenauszählung lieferten sich Hamann und Klüver dann ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Hamann (59) mit acht zu sieben Stimmen für sich entschied. Der verheiratete Landwirt und Vater von drei Kindern ist seit zwei Wahlperioden Bürgermeister in Gönnebek und durch sein Amt auch Mitglied im Amtsausschuss.

Mit elf Ja- und vier Neinstimmen folgte die Wahl von Trappenkamps Bürgermeister Harald Krille zum ersten stellvertretenden Amtsvorsteher. Die Wahl zum zweiten Stellvertreter fiel mit neun zu sechs Stimmen gegen den Bornhöveder Bürgermeister Dietrich Schwarz auf den Schmalenseer Bürgermeister Sönke Siebke. Die Besetzung der Ausschüsse erfolgte nach vorangegangener Beratung in einer gleichmäßigen Verteilung und wurde in offener Blockwahl bestätigt. Außerdem wurde über einen Zuschussantrag über 5000 Euro für ein Denkmal für die Feierlichkeiten zum Thema "200 Jahre Schwedischer Frieden" im Dezember in Bornhöved beraten. Dass Koordinator Dr. Herbert Zeretzke aus dem Bornhöveder Initiatorenkreis dem Antrag allerdings gleich ein Beschlussvorschlag mit eingesetzter Summe angefügt hatte, stieß im Amtsausschuss auf wenig Sympathie. Ein möglicher Zuschuss soll trotzdem im Finanzausschuss beraten werden.

Gekippt wurde vom Landesverfassungsgericht ein Beschluss aus dem Jahr 2005. Wie der Leitende Verwaltungsbeamte Dirk Peter Bünn mitteilte, müssen die Gemeinden künftig die Kosten für Bestattungen von Verstorbenen ohne Angehörige wieder allein tragen. Diese Aufgabe hatte der Amtsausschuss seinerzeit als finanziellen Lastenausgleich der Gemeinden untereinander auf das Amt übertragen.

Verabschiedet wurden die ehemaligen Amtsausschussmitglieder Jochen Hildebrandt und Helga Hauschildt aus Bornhöved und Dietrich Gollnick aus Trappenkamp.

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