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Jubiläum : Eine bunte Textmischung aus 25 Jahren Seniorenredaktion

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Volkshaus Tungendorf bereiteten die Autoren ihren Zuhörern einen unterhaltsamen Nachmittag.

Neumünster | Urlaubserlebnisse, Kindheitserinnerungen, Politikerschelte, Gedanken übers Älterwerden oder Anekdoten, die dem Alltag abgeluchst wurden: Eine bunte Mischung wie das Leben selbst und das der Autoren gab es am Freitagnachmittag bei der Lesung der Courier-Seniorenredaktion aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Tungendorfer Volkshaus zu hören. Rund 80 Zuhörer waren gekommen, meist selbst im Seniorenalter.

Wortgewaltig oder witzig, melancholisch oder lebensfreudig, ironisch oder liebevoll – aber immer spannend und unterhaltsam lasen die Senioren ihre Texte. „Sie geben viele Denkanstöße und vermitteln das Bild von aktiven Senioren“, lobte Christine Hertwig, die Geschäftsbereichsleiterin der Diakonie Altholstein. Sie zeichnete die Entstehung der Redaktion nach, die als Medienprojekt der Familienbildungsstätte (FBS) und des Couriers entstand. Lobend hob sie die Arbeit der „bewährten Frauen“ hervor – gemeint waren damit Courier-Redakteurin Susanne Otto, Angela Gaertig (FBS) und die Mitgründerin Irmgard Gillert (FBS). Schon als Christine Hertwig besondere Überschriften vorlas („Das T-Shirt mit Cadillac rosa war ein Muss“), schmunzelten die Zuhörer und hörten dann gut zwei Stunden lang den erfrischend unterschiedlichen Reigen mit Blicken auf viele verschiedene Lebensgeschichten. Umrahmt wurde das Ganze von Andrea Rausch und Renate Marko mit Liedern zum Mitsingen.

Den Start machte Jürgen Carstens, der mit „Worthülsen“ spitzzüngig die verbalen Profilierungssüchtigen ins Visier nahm und zustimmendes Kopfnicken erntete. Aus dem wahren Leben gegriffen waren die „Fünf Stunden beim Arzt“ von Helga Eggert. Für wissendes Gekichere sorgte Holger Hammerich: Mit staubtrockenem Humor nahm er die „selektive Sehstörung“ männlicher Wesen bei Brotkrümeln, neuer Frisur der Frau oder Wassertropfen in der Dusche aufs Korn. Die Impressionen einer Seniorenreise mit seiner Frau unter vergnügungssüchtigen Frauen waren kabarettreif – eine köstliche Episode über Zickenkrieg. Hammerichs Fazit: „Als Spaßfaktor Mann bin ich nicht geeignet.“

 

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erstellt am 05.Okt.2015 | 07:30 Uhr

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