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Alte Feuerwache : Eine bewegte Lichtshow für den Schlauchturm

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Studenten wollen mit einem Beamer für einen echten Hingucker sorgen

Neumünster | Es könnte eine neue Attraktion in der Stadt werden: Die Kieler Studenten Jonas Häutle, Kay Sörnsen und Martin Fischbock wollen mit einer Lichtshow den denkmalgeschützten Schlauchturm der alten Feuerwache an der Wittorfer Straße beleben. Im Auftrag der Wobau als Eigentümer entwickeln sie derzeit ein Konzept. „Wir stellen uns vor, dass der Betrachter im Dunkeln Kletterer sieht, die den Turm besteigen“, sagt Martin Fischbock. Zusätzlich soll es in der künftigen Geschäftsstelle der Wobau an der Schützenstraße eine Licht-Animation geben.

„Das Edge Team“ nennen sich die drei kreativen jungen Männer. Vor zwei Jahren entwickelten der angehende Designer, der künftige Wirtschaftsingenieur und der designierte Elektrotechnikingenieur ihre Leidenschaft für Lichttechnik zu einer Firmen-Idee. Mittlerweile steht die Gründung eines eigenen Unternehmens kurz bevor. Erste Erfahrungen hat das Trio schon gesammelt. Im Dezember bestrahlten die Drei unter anderem die Nicolaikirche und ein Hafengebäude in Kiel.

Für die Lichtshow auf dem Schlauchturm braucht das Team nach Auskunft von Martin Fischbock einen Beamer, der entweder auf dem Nachbardach oder auf dem Schulgebäude auf der anderen Straßenseite in einem klimageschützten Gehäuse installiert wird. „Da ist er sicher und kann selbst bei extremen Temperaturen oder Wetterbedingungen arbeiten“, sagt Fischbock. Ob ein oder gar zwei Seiten des Turmes angestrahlt werden, steht noch nicht fest. Das soll im März und April bei einer Probe-Beleuchtung ausprobiert werden.

Möglichst vorher sollen der Turm von außen mit Sandstrahlen gereinigt und die Fenster ausgetauscht werden. Ansonsten darf an dem denkmalgeschützten Gebäude nichts verändert werden. Genau das ist auch das Problem bei der Vermarktung. „Wir hoffen weiterhin, dass sich Sportvereine melden, die im Inneren vielleicht eine Kletterwand installieren“, sagt Wobau-Geschäftsführer Uwe Honsberg. An Ausstellungsfläche für Künstler hat er ebenfalls schon gedacht. Aber da es innen nur eine schmale Treppe gibt, die erhalten bleiben muss, und Zwischendecken aus Platz- und Statikgründen nicht möglich sind, ist das schwierig.

 

Standpunkt

iIdeen muss man haben! Der Schlauchturm ist ein markantes und zudem denkmalgeschütztes Wahrzeichen der Stadt. Die Nutzung ist eingeschränkt.  Ein Um- oder Ausbau, geschweige denn ein Abriss? Geht nicht! Also will die Wobau aus der vermeintlichen Not eine Tugend machen und ein bisschen für sich werben. Was ist schon auffälliger als ein bespielter Turm?  Und wer weiß: Vielleicht wird ja bald nicht nur von außen mit Licht geklettert, sondern tatsächlich auch ganz real von innen. Dann passt alles.

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erstellt am 18.Feb.2015 | 06:00 Uhr

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