Fahndungserfolg in Neumünster : Einbruchsserie in Mittelholstein aufgeklärt

Dieser Stein brachte alles ins Rollen: Ermittler Michael Griese zeigt vor einer Karte mit den Tatorten einen Stein, mit dem die Täter eine Scheibe einwarfen.

Dieser Stein brachte alles ins Rollen: Ermittler Michael Griese zeigt vor einer Karte mit den Tatorten einen Stein, mit dem die Täter eine Scheibe einwarfen.

Kriminalpolizei lässt in Frankreich einen Deutschen und drei Albaner festnehmen / Sie sollen für zehn Taten verantwortlich sein.

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01. Dezember 2017, 13:00 Uhr

Neumünster | Der Kriminalpolizei Neumünster ist ein Schlag gegen eine offenbar international agierende Einbrecherbande gelungen. Einem Deutschen (35) aus Schleswig-Holstein und drei Albanern (22 bis 24 Jahre) werden sechs Einbrüche und vier Einbruchsversuche in Kiel und den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön zur Last gelegt. Die Tatverdächtigen wurden am 26. Oktober in einem Hotel in Frankreich festgenommen. Sie sitzen nun in den Justizvollzugsanstalten Neumünster, Itzehoe und Lübeck.

Das Quartett soll ab Mitte September vor allem im Raum Bordesholm und Wattenbek, aber auch in Kiel und im nördlichen Kreis Plön aktiv gewesen sein. Wie Ermittler Michael Griese von der Kripo Neumünster heute Mittag mitteilte, gingen die Täter nach immer demselben Prinzip vor. In einem gewissen Gebiet wurden Einfamilienhäuser kurzfristig ausgekundschaftet, in die die Täter sich über rückwärtige Türen und Fenster Zugang verschafften oder es zumindest versuchten. Dabei agierten die Beschuldigten schnell. Sie hatten es vor allem auf Schmuck und Bargeld abgesehen.

In einem Fall wurde das Fluchtfahzeug beobachtet. Das führte die Ermittler zu dem 35-Jährigen. Er wurde observiert. Kurze Zeit später führte die Spur dann auch zu den Albanern, die der Polizei zuvor noch nicht bekannt waren. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Männer allerdings bereits nach Brüssel abgesetzt. Nachdem die Polizei europäische Haftbefehle erwirkt hatte, wurde das Quartett schließlich in Frankreich festgenommen. Von dem Diebesgut fehlt allerdings noch jede Spur. „Die Zusammenarbeit auch mit den Kollegen in Belgien und Frankreich hat schnell und unkompliziert geklappt“, sagte Griese. Die Staatsanwaltschaft geht von schweren Taten. Den Männern, die die Taten bestreiten oder sich nicht dazu äußern, drohen in einem Indizienprozess Strafen zwischen einem und zehn Jahren Haft.

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