Neumünster : Einbruch ins Sportgeschäft: Beim zweiten Anlauf kam die Polizei

Zweimal ist einmal zu viel. Das mussten zwei Junkies erfahren, die beim Einbruch in ein Sportgeschäft erwischt wurden. Einer von ihnen stand jetzt vor Gericht.

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09. Juli 2018, 13:21 Uhr

Wegen gemeinschaftlichen schweren Einbruchdiebstahls hat das Schöffengericht gestern einen 28-jährigen Neumünsteraner zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Der schwer drogenabhängige Mann hatte im Februar gemeinsam mit einem ebenfalls abhängigen Kumpel die Scheiben eines Sportgeschäfts an der Wasbeker Straße eingeworfen, um die Auslagen auszuräumen. Dazu kam es aber nicht mehr, weil die Polizei anrückte und die beiden festnahm.

Kuriosum am Rande: Erst bei ihrem zweiten Besuch in demselben Geschäft wurden die beiden Junkies geschnappt.

„Wir hatten vorher in der Wohnung schon ein wenig getrunken, als irgendjemand auf die Idee kam, ein bisschen Geld für Drogen zu machen“, erinnerte sich der geständige Angeklagte an den Start der Einkaufstour. Die Wahl sei dann auf das Sportgeschäft an der Bahnunterführung gefallen. Dort warfen die beiden Männer Ziegel in die Schaufenster und verschwanden zunächst mit einem Sportpulli, den sie bei einem Dealer gegen Drogen tauschen wollten. Der lehnte das Geschäft allerdings ab.

Die enttäuschten Junkies kehrten daraufhin zu dem Geschäft zurück und sammelten diesmal in größerem Stil Sportartikel und Trainingssachen ein, immerhin im Wert von rund 1000 Euro. Bevor sie die Sachen wegschaffen konnten, stand jedoch die Polizei vor der Tür.

„Stimmt, wir wollten uns nochmal bedienen“, räumte der Angeklagte ein. Dass sein Kumpel ein von der Polizei wenig später sichergestelltes Küchenmesser dabei hatte, habe er nicht gewusst, versicherte der 28-Jährige.

Wegen des langen Vorstrafenregisters und wiederholt verletzter Bewährungszeiten, zeigte sich das Gericht hart. „Für eine erneute Bewährung bräuchten wir eine positive Sozialprognose“, sagte der vorsitzende Richter: „Die sehen wir bei Ihnen allerdings nicht!“ Gegen den zweiten Einbrecher wird gesondert verhandelt.

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