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Holsteinischer Courier

18. Dezember 2017 | 06:54 Uhr

Nordbau : Einbrechern das Leben schwer machen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Landespolizei und Qualitätsgemeinschaft Sicherheitstechnik Nord geben auf der Baumesse Tipps zum Schutz der eigenen vier Wände. „Sicher bauen, sicher wohnen“ ist Schwerpunktthema der Nordbau

von
erstellt am 16.Sep.2013 | 13:32 Uhr

Fenster und Türen sind die Schwachstelle jeder Wohnung. Oft reicht ein einfacher Schraubendreher, und die Tür ist in weniger als einer Minute aufgebrochen. Auf ihrem Gemeinschaftsstand 7333 in Halle 7 geben die Landespolizei und die Qualitätsgemeinschaft Sicherungstechnik Nord (QSN) Tipps zum Schutz der eigenen vier Wände.

Das Thema „Sicher wohnen, sicher bauen“ ist ein Schwerpunkt der Nordbau. Hauptkommissar Jens Weerts und der QSN-Vorsitzende Ralf Schröder können nicht über mangelnde Aufmerksamkeit klagen. Das Thema ist akut. „Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist 2012 in Schleswig-Holstein um 4,8 Prozent auf 7654 Fälle gestiegen“, sagt Weerts. Die Aufklärungsquote ist niedrig.

„Viele suchen Rat, wenn es eigentlich schon zu spät ist“, sagt Weerts. Sei es, dass schon in neue Fenster und Türen investiert wurde, ohne den Aspekt der Sicherheitstechnik zu bedenken. Oder das Kind ist schon in den Brunnen gefallen, und der Einbrecher war erfolgreich. Nach einer Faustformel gibt ein Täter auf, wenn er nicht innerhalb von fünf Minuten ans Ziel kommt. „Hier hilft nur, dem Einbrecher das Handwerk so schwer wie möglich zu machen, damit es beim Versuch bleibt“, sagt Schröder.

Die beiden Experten haben Sicherheitstipps zum passiven Einbruchsschutz, die jeder bei Neu- oder Umbauten beherzigen sollte. Schröder zählt etwa Sicherheitsverschlüsse mit sogenannten Pilzkopfverriegelungen auf. In Kombination mit gehärteten Schließblechen können sie ein Aufhebeln verhindern. Weitere bauliche Maßnahmen sind durchbruchhemmende Scheiben mit einer integrierten Folie, abschließbare Fenstergriffe mit Anbohrschutz und verschraubte oder verklebte Scheibeneinfassungen. Auch sollte das Fenster gut im Mauerwerk verankert sein. Ansonsten könnte der Einbrecher das Fenster oder die Scheibe einfach ausbauen.

Daneben gibt es Verhaltenstipps, die kein Geld kosten. So sollten Fenster, Haus-, Balkon- und Terrassentüren stets abgeschlossen und nicht nur ins Schloss gefallen sein. „Gekippte Fenster sind offene Fenster“, sagt Jens Weerts. Den Schlüssel draußen an einem vermeintlich sicheren Ort zu verstecken, ist sträflicher Leichtsinn. Bei einem Verlust des Schlüssels sollte der Schließzylinder ausgetauscht werden. Und natürklich sollte man keine Hinweise auf seine Abwesenheit geben. Und noch ein guter Tipp: „Eine gute Nachbarschaft ist unbezahlbar.“

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