Polizeibericht : Einbrecher zündeten Wohnhaus an

Löscharbeiten aus der Luft: Auch von der Arbeitsbühne eines Teleskopmastes (rechts) arbeiteten sich die Einsatzkräfte vor.
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Löscharbeiten aus der Luft: Auch von der Arbeitsbühne eines Teleskopmastes (rechts) arbeiteten sich die Einsatzkräfte vor.

Die Bewohner waren gerade im Urlaub, als es in ihrem Haus an der Holbeinstraße brannte. Nachbarn entdeckten Flammen und Rauch.

shz.de von
20. Januar 2015, 05:00 Uhr

Neumünster | Erst durchwühlten offenbar Einbrecher das Haus, dann legten sie Feuer. Für zwei ältere Frauen wurde dieser Albtraum in der Nacht zu gestern Wirklichkeit. Während sie im Urlaub waren, stiegen dreiste Diebe in ihr Einfamilienhaus an der Holbeinstraße ein und hinterließen einen immensen Schaden.

Gegen 22.20 Uhr drang plötzlich dichter Qualm aus dem Anbau des Hauses. Aufmerksame Nachbarn entdeckten den Rauch und alarmierten die Feuerwehr. Wenig später trafen die Einsatzkräfte vor Ort im Malerviertel ein und öffneten gewaltsam die Tür zum Wintergarten des Gebäudes. Das Wohnzimmer brannte zu diesem Zeitpunkt bereits lichterloh. Weil niemand genau wusste, wo sich die beiden Bewohnerinnen befinden, kämpften sich Feuerwehrleute mit schwerem Atemschutz durch den dichten Qualm und suchten nach den Frauen. Sicherheitshalber waren mittlerweile ein Notarztwagen und ein Rettungswagen zur Brandstelle gerufen worden. Doch zum Glück kam niemand zu Schaden.

Von außen und innen versuchten die Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Wehren Stadtmitte und Brachenfeld, die Flammen mit Wasser aus drei C-Rohren einzudämmen. Auch von der Arbeitsbühne eines Teleskopmastes aus wurde gelöscht. Insgesamt waren 24 Feuerwehrleute im Einsatz. Im Obergeschoss musste ein kleinerer Brandherd im Bereich des Flures und des Badezimmers bekämpft werden. „Die Nachlöscharbeiten waren zeitintensiv, weil ein Großteil des Brandgutes entfernt und auf dem Rasen abgelöscht werden musste“, erklärte Einsatzleiter Carsten Voß.

Gegen 0.40 Uhr war der Einsatz schließlich beendet. Zurück blieb ein völlig verrußtes Einfamilienhaus. „Das Innere des Gebäudes ist derzeit nicht bewohnbar“, sagte Polizeisprecher Sönke Hinrichs.

Die Polizei, die in der Nacht mit drei Streifenwagen vor Ort war, hat die Ermittlungen aufgenommen. „Nach ersten Erkenntnissen war dem Brand ein Einbruch vorausgegangen“, so Hinrichs. Offenbar wollten die Täter Spuren verwischen. Ob und was gestohlen wurde, ist derzeit unklar. Die Bewohnerinnen konnten noch nicht befragt werden, hieß es. Auch die Höhe des Gesamtschadens steht noch nicht fest.

Die Polizei bittet jetzt um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer in der Zeit vor Ausbruch des Brandes verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich unter Tel. 94 50 bei den Ermittler zu melden.

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